Gold, Devisen und der IWF: Welcher Staat den größten Schatz hat

Gold, Devisen und der IWFWelcher Staat den größten Schatz hat

Die Euro-Krise verunsichert die Finanzwelt. Während Länder gerettet und Märkte mit billigem Geld geflutet werden, zeigt der Blick in die Tresore der Welt, was die Länder auf der hohen Kante haben.

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    Kommentare zu " Gold, Devisen und der IWF: Welcher Staat den größten Schatz hat"

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    • "Welcher Staat den größten Schatz hat"

      Das ist eine Überschrift, die gedanklich irreleiteten kann und von Laien nicht verstanden wird.

      Um konkret zu werden: Der in der Bilanz der Deutschen Bundesbank angegebene "Goldschatz" ist nicht vorhanden. Diese Mutmaßung ergibt sich bereits aus dem Ausweis in der Bilanzposition: "Gold und Goldforderungen".

      Geldforderungen implizieren die Nichtexistenz des tatsächlichen Goldbestandes wie gegebene Kredite die Nichtexistenz eines Bargeldbestandes darstellen. Forderungen, ob in Gold oder Bargeld, unterliegen dem Kredit-Ausfallrisiko.

      Wer als Kreditnehmer seinen Kredit nicht zurückzahlen kann, kann dies weder in Währung noch in Gold bewerkstelligen.

      Solange die Bundesbank keine Differenzierung zwischen dem physischen Bestand und den Forderungen macht, gehen wir davon aus, dass sie über gar keinen oder nur einen sehr geringen Goldbestand verfügt.

      Vielleicht wird der physische Bestand, und um den geht es, bei den heutigen Kursen wieder aufgefüllt. Aber für diese Mutmaßung fehlen uns die Informationen.

    • @Privatier
      Ich denke, dass Sie den Beruf des Händlers und seine Aufgabe nicht kennen!

      Wenn wir von einem Händler in seiner Aufgabe sprechen, dann wird von ihm ein sogenannter zweiseitiger Kurs erwartet. Ein Kurs, zu dem er bereit ist zu kaufen und ein weiterer Kurs, zu dem er bereit ist zu verkaufen. Dabei ist die Spanne möglichst "eng" zu gestalten. Die Kurse sind gültig für eine marktübliche Handelsmenge.

      Die Nachrichtendienste (Reuters, Telerate, ... ) veröffentlichen diese Kursstellungen in Echtzeit. Andere Händler werden so über die "Meinungen"/Kursstellungen der anderen Händler in Echtzeit informiert.

      Um auf Ihren Punkt "verkaufen" zurückzukommen, so ist da festzustellen, dass Händler dann verkaufen, wenn andere der Meinung sind, dass der "Quote" für die unmittelbare Zukunft zu günstig, zu niedrig ist. Dieses "Spiel" findet während des Tages in endlosem Wechsel statt und begründet die bei Laien unverständliche Transaktionsvolumina, was aus Sicht der Fachleute als Marktliquidität bezeichnet wird.

      Um auch noch nachträglich auf die von der Regierung angestrebte Finanztransaktionssteuer zurückzukommen, so ist festzustellen, dass diese Finanztransaktionssteuer dem Markt seine Liquidität nehmen würde. Die festgestellten Kurse werden aufgrund des "dünneren" Marktes noch viel mehr springen als bisher. Also das Gegenteil von dem "veranstalten" was politisch verkündet und erwartet wird.

      Wenn also die Transaktionsvolumina rückläufig wäre, wären demzufolge auch die Steuereinnahmen rückläufig. Bei sachlicher Argumentation wird erkennbar, dass es um die Erhöhung der Steuereinnahmen und nicht um Vermeidung hektischer Marktbewegungen geht.

      Das Gedankenspiel der Finanztransaktionssteuer findet ausschließlich in den Köpfen von Laien statt!

    • Aha, Sie machen aus einer rein faktisch hinterlegten Meldung eine Ideologie. Natürlich wird es immer Händler geben. Es ist ein Schwachsinn zu argumentieren, dass in einem Markt es keine Händler gibt, weil das gehandelte Gut so "toll sei". Warum gibt es Immobilienmakler? Warum gibt es Broker? Nebenbei: Den Händlern gehört das Gold nicht. Es gehört diesen maximal (wenn keine Schuldlast besteht) das im Lager befindliche Gut. Der Rest sind verbindliche Bestellungen bei den Prägestätten (siehe z.B. AG24). Der Goldhändler, sollte er sein Lagergut nicht finanzieren, behält eh sein Gold. Schließlich verkauft er nicht nur Gold, sondern kauft dieses wiederum ein. Nebenbei wie bei jedem Supermarkt o.ä. Und Lebensmittel braucht der Mensch weit mehr und dringender, als Gold. Nach Ihrer Logik müsste der Lebensmittelhändler den Markt schließen und es selbst aufessen...

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