Gold, Öl, Kupfer
Rohstoffpreise bleiben weitgehend stabil

Wie an den Aktienmärkten sind auch die Investoren an den Rohstoffbörsen im Vorfeld der Gerichtsentscheidung über den Euro-Rettungsfonds ESM eher zurückhaltend. Allein der Goldpreis zog etwas an.
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FrankfurtIm Vorfeld des Urteils der Karlsruher Richter über die Verfassungsmäßigkeit des Euro-Rettungsfonds ESM haben sich die Anleger an den Rohstoffmärkten am Dienstag meist bedeckt gehalten. Die in dieser Woche anstehende Entscheidung der US-Notenbank (Fed) über die künftige Geldpolitik sorgte zusätzlich für Zurückhaltung. Nur der Goldpreis zog stärker an. Die Industriemetalle tendierten uneinheitlich, während Öl nahezu unverändert auf hohem Niveau blieb.

Vor allem am Goldmarkt setzten die Anleger auf eine Lockerung der Geldpolitik - dies- und jenseits des Atlantiks. Sollten die Richter in Karlsruhe grünes Licht für den ESM geben, könnte bald ein Land die Hilfe des Rettungsfonds beantragen und damit der EZB einen Grund für Anleihe-Käufe liefern.

In den USA wird der Offenmarktausschuss der Fed am Mittwoch und Donnerstag die Lage beraten. Viele rechnen damit, dass sie ein drittes Anleihe-Kaufprogramm (QE3) beschließen werden. Dies schürt weltweit Angst vor Inflation und hat den Goldpreis schon seit Mitte August um mehr als 1.000 Dollar in die Höhe katapultiert. Am Dienstag kostete die Feinunze mit 1.733 Dollar 0,5 Prozent mehr als am Vorabend.

Auch bei den Industriemetallen und am Ölmarkt hoffen viele Anleger auf Stützungsmaßnahmen der Notenbanken für die Konjunktur. Am Dienstag überwog aber die Vorsicht, nachdem die Preise in der Vorwoche schon gut zugelegt hatten.

Kupfer notierte kaum verändert bei 8.069 Dollar je Tonne. Zink gab 0,4 Prozent auf 2006 Dollar je Tonne nach. Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent kostete mit 115 Dollar 0,2 Prozent mehr als am Vorabend. US-Leichtöl der Sorte WTI notierte mit 96,55 Dollar kaum verändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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