Gold und Platin erreichen neue Höchststände
Investoren ordern unbeirrt Edelmetalle

Die Edelmetalle, allen voran Gold und Platin, erleben bei den Anlegern eine ungeahnte Renaissance: Während der Kurs für das gelbe Metall gestern den dritten Tag in Folge stieg und mit gut 410 Dollar je Feinunze (31,1035 Gramm) auf den höchsten Stand seit acht Jahren schnellte, kletterte der Platinpreis mit 812 Dollar sogar auf ein 23-Jahres-Hoch. Aber auch Palladium, das Schwestermetall von Platin, überquerte wieder die Schwelle von 200 Dollar nach oben.

JOHANNESBURG. Die Gründe für die Kurssprünge der Edelmetalle sind unterschiedlich: Gold hat in unruhigen Zeiten schon immer von seinem Ruf als Fluchtwährung profitiert. Der aktuelle Kurssprung wird deshalb auch mit den jüngsten Anschlägen in Russland und im Irak erklärt. Noch wichtiger für seinen Höhenflug ist jedoch der schwache Dollar, da die fallende US-Währung das Edelmetall für viele internationale Anleger attraktiv macht. Zwischen Dollar und Gold besteht seit Jahren eine enge Korrelation – beide bewegen sich zumeist in umgekehrter Richtung. Gold ist seit seinem 20-Jahres-Tief von 253 Dollar pro Unze im Februar 2001 um fast 60 % gestiegen. Gleichzeitig hat der US-Dollar seit seinem Höchststand zum Euro im Oktober 2000 über 30 % an Wert verloren.

Viele Experten erwarten wie Daniel Chornous von RBC Investments schon wegen des hohen US-Defizits einen weiteren Kursrückgang des Dollar um etwa 10 %, was dem Goldpreis weiteren Auftrieb verleihen dürfte. Für einen weiteren Anstieg des Goldpreises spricht aber auch, wie gelassen der Markt zu Wochenbeginn auf die Nachricht reagiert hat, dass 15 europäische Zentralbanken ihre Goldverkäufe ab September 2004, also nach Ablauf einer Stillhaltefrist, womöglich forcieren werden. Hinter den Kulissen wird seit längerem über eine Lösung für die Zeit nach Auslauf des Moratoriums gerungen.

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