Gold und Silber
Anleger verlassen sich auf Edelmetalle

Krieg in Lybien, für Irland ein schlechtes Rating - von den schlechten Nachrichten rund um den Globus profitieren die Edelmetalle. Kupfer hingegen wird von Chinas Inflation ausgebremst.
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Frankfurt Das anhaltende Sicherheitsbedürfnis von Anlegern hat den Goldpreis am Freitag erneut auf ein Rekordhoch getrieben. Die Feinunze des Edelmetalls verteuerte sich um bis zu 0,4 Prozent auf 1479,01 Dollar. Der Silberpreis legte um bis zu 1,3 Prozent auf 42,62 Dollar je Feinunze zu und erreichte damit ein neues 31-Jahres-Hoch.

"Gold und Silber profitierten im Gegensatz zu den anderen Rohstoffen von der negativen Nachrichtenlage", erläuterte LBBW-Rohstoffanalyst Sven Streitmayer. Mit der Heraufstufung des Atomunfalls in Japan auf das Niveau von Tschernobyl, den erneuten Diskussionen über die Stabilität des Euro-Systems und weltweit steigenden Inflationszahlen seien im Grunde alle Zutaten für eine verstärkte Edelmetall-Nachfrage zusammengekommen.

Eine erneute Herabstufung der Bonitätseinschätzung Irlands, in diesem Fall durch die Ratingagentur Moody's, rückte die Schuldenprobleme in einigen Ländern der Euro-Zone wieder in den Fokus. "Der Markt reagiert, um sich vor dieser Art von Risiken zu schützen", sagte Analyst Daniel Brebner von der Deutschen Bank. "Und Gold wird als ein Weg dafür betrachtet."

Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis in Dollar bereits um vier Prozent gestiegen. Da gleichzeitig der Euro kräftig aufwertete, fällt die Bilanz für Edelmetall-Investoren in der Euro-Zone jedoch negativ aus. Am Freitag kostete die Feinunze Gold 1022 Euro, rund 3,5 Prozent weniger als zum Handelsschluss zum Jahresende 2010.

An den Märkten für Industriemetalle und Öl standen Konjunkturdaten aus China im Blickpunkt. Die Volksrepublik ist weltgrößter Kupferverbraucher und die Nummer zwei beim Ölverbrauch. Während das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal mit 9,7 Prozent stärker als erwartet zulegte, erzielte das Land keine Erfolge im Kampf gegen die Inflation. Die Teuerungsrate war im März mit 5,4 Prozent so hoch wie seit Juli 2008 nicht mehr.

Analysten erwarten deshalb eine weitere Straffung der Geldpolitik durch die chinesische Notenbank, was die Nachfrage nach Rohstoffen dämpfen könnte. US-Öl der Sorte WTI verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 107,63 Dollar. Nordseeöl der Sorte Brent wurde mit 121,90 Dollar 0,1 Prozent billiger gehandelt. Die Tonne Kupfer kostete mit 9375 Dollar 0,4 Prozent weniger. Die Notierung war bereits am Donnerstag in Erwartung der hohen Inflation in China um 1,1 Prozent abgerutscht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Gold und Silber: Anleger verlassen sich auf Edelmetalle"

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  • Zu Eurer Debatte: Ende 2009/Anfang2010 las ich zuerst über einen Einbruch, woraufhin es dann steil hoch, bis sogar auf 8000 (habe mir den Artikel gespeichert), gehen sollte, um dann auch zu fallen. Mittlerweile sehe ich, unsere Politiker können phantastisch schieben, sicherlich locker bis nach der Wahl. Nach einem Gespräch gestern mit einer xbeliebigen Bürgerin meine ich, die Massen träumen und haben keinen Dunst von der Situation (auch kein Interesse, denn Internet haben sie ja wohl), was ja diese unsere Politker begünstigt.

  • Es macht nichts, wenn ich mich in Bezug auf das erwartete große Beben "weit herauslehne".
    Einer muss ja der Buhmann sein.
    Es schadet nicht, sich auf ein großes Ereigniss mental sowohl als auch physisch vorzubereiten ( Edelmetalle, ein paar Lebensmittel ).
    Sollte nicht passieren, ist nichts verloren.
    Sollte es passieren - kann man verloren sein !
    Also fallt ruhig über mich her, es macht mir nichts aus.
    Es ist aber erschreckend, wie naiv die Menschen sind und wie gehirngewaschen.
    Ich hege manchmal die Hoffnung, es mögen noch einige aufwachen.....
    Man bedenke noch - in früheren Zeiten hat es auch Prophezeihungen gegeben und auch Vorwarnungen. Die Menschen hatten sie aber ignoriert......
    Es wird jetzt nicht anderst werden....

  • Hei Kai
    Natürlich wird es nochmal einen kurzen, deflationären Einbruch bei den Edelmetallen geben, wenn Spekulanten aussteigen müssen - kein Problem !
    Kurz danach geht es Steil aufwärts ! Sie sollten etwas weiter blicken um die Lage einzuschätzen. Wir stehen kurz vor eine massiven, weltweiten Krise, wo das Fiat-Money System zusammenbricht !
    Jegliche Manipulation hat mal ein Ende......

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