Goldman-Prognose
Zwölf Monate, 18 Prozent Rendite

Die Analysten von Goldman Sachs erwarten einen deutlichen Anstieg der Rohstoffpreise in den kommenden Monaten. Gefragt seien Industriemetalle und Energie. Probleme gäbe es dagegen bei einer anderen Rohstoffgattung.
  • 0

New York/DüsseldorfDie Analysten der US-Investmentbank Goldman Sachs Group rechnen bei Rohstoffen für die kommenden zwölf Monaten mit einem Ertrag von 18,2 Prozent. Besonders Investments in Energie und Industriemetalle sollen viel versprechend sein, meint Jeffrey Currie. Der Analyst geht davon aus, dass sich allein der Preis für Energieträger um mehr als 26 Prozent bei verteuern werde. Industriemetalle dürften seiner Meinung nach um zehn Prozent zulegen, Edelmetalle immerhin sechs Prozent.

Agrarrohstoffe sollen der Studie zufolge dagegen in den kommenden zwölf Monaten um fünf Prozent nachgeben, während der Preis für Schlachtvieh um 4,5 Prozent zulegen soll. Die US-Notenbank werde mit ihrer dritten Runde der quantitativen Lockerung zudem in der ersten Hälfte 2013 zu einem starken Anstieg des Kupferpreises führen, sagt Currie voraus.

Privatanleger können erst seit einigen Jahren mit wenigen tausend Euro auf einzelne Rohstoffe wetten. Lange Zeit war dieser Handel an den Terminbörsen fast komplett in der Hand institutioneller Investoren. Dank der Zertifikate ist daraus mittlerweile ein Massenmarkt geworden.
Das Angebot wächst weiter. Neben Klassikern, die sich etwa wie ihr entsprechender Basiswert bewegen, locken Emittenten mit zusätzlichen Features. So sind zum Beispiel Bonus- oder Airbagzertifikate mit einem Sicherheitspuffer ausgestattet. Emittenten preisen diese Produktformen als risikooptimiert an. Doch wie bei allen Zertifikaten gilt auch bei Papieren auf Rohstoffe: Je komplizierter ein Zertifikat aufgebaut ist, desto mehr Gebühren verlangt die Bank - offensichtlich oder versteckt für Kapitalgarantien und Sicherheitspuffer. Und die Rendite schmilzt.

Die meisten Rohstoffe werden in Dollar gehandelt. Ein Großteil der Zertifikate ist gegen Währungsrisiken abgesichert, dafür allerdings sind derzeit rund drei Prozent pro Jahr zu bezahlen - ein teures Vergnügen. Und sollte der Dollar gegenüber dem Euro sogar gewinnen, ist nicht nur die Absicherung für die Katz, sondern dem Zertifikatanleger gehen auch noch Wechselkursgewinne durch die Lappen.

Seite 1:

Zwölf Monate, 18 Prozent Rendite

Seite 2:

Wann lohnt es sich für den Anleger?

Kommentare zu " Goldman-Prognose: Zwölf Monate, 18 Prozent Rendite"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%