Goldpreis fällt: „Die Goldbestände sinken jeden Tag“

Goldpreis fällt
„Die Goldbestände sinken jeden Tag“

An den Aktienmärkten ist der Bulle los. Für den Goldpreis geht es allerdings deutlich abwärts. Experten sehen die Goldpessimisten in der Überzahl und sprechen von sinkenden Goldbeständen der Indexfonds.
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FrankfurtDie Feinunze Gold sackte am Kassamarkt um 1,8 Prozent auf 1443,31 Dollar deutlich ab. Damit scheint die Erholung seit Mitte April, als das Edelmetall den stärksten Preisrückgang seit drei Jahrzehnten erlitten hatte, zunächst vorüber zu sein. Angesichts des gestiegenen Preises ist die physische Nachfrage wieder erlahmt.

“Die Verbraucher sind äußerst preissensibel. Daher sollte man nicht davon ausgehen, dass die Nachfrage anhält, zumal es seit dem Tief um 100 Dollar nach oben gegangen ist”, sagte Feng Liang, Analyst bei GF Futures Co. “Wer die erste Chance zum Kaufen verpasst hat, hofft wahrscheinlich auf erneute Rückschläge.”

Die Bestände des weltgrößten börsennotierten Indexfonds (ETFs) auf Gold mit physischer Besicherung, des SPDR Gold Trust, fielen am Montag um 0,3 Prozent auf 1062,30 Tonnen - dem niedrigsten Stand seit August 2009.

Auf mittlere Sicht dominierten die Pessimisten den Goldmarkt, sagte Peter Fung, Handelschef bei Wing Fung Precious Metals in Hongkong und wies darauf hin, dass die Goldbestände von SPDR jeden Tag um rund drei bis vier Tonnen pro Tag sinken.

Die Rohölkontrakte haben indes am Dienstagnachmittag im Minus gelegen. Der Ölpreis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Juni notierte zuletzt 1,3 Prozent niedriger mit 94,96 Dollar. Öl der Sorte Brent wurde am Terminmarkt mit 104,71 Dollar 0,7 Prozent schwächer gehandelt.

Damit neigten die Rohölpreise im Vorfeld der wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten am Mittwoch zur Schwäche. Wie eine Bloomberg-Übersicht zeigt, könnten die Bestände in der vergangenen Woche um zwei Mio. Barrel gestiegen sein. Zudem hatte Saudi Arabien die Förderung auf den höchsten Stand seit fünf Monaten erhöht.

“Wir werden morgen möglicherweise mit einem weiteren Anstieg der wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten konfrontiert werden, und das wird die Aufmerksamkeit auf die gute Versorgungslage richten”, sagte Ole Hansen, Rohstoffstratege bei der Saxo Bank A/S in Kopenhagen.

Kommentare zu "„Die Goldbestände sinken jeden Tag“"

Alle Kommentare
  • Es geht doch gar nicht um Verschwörungstheorien. Es geht um das unausweichliche Ende eines jeden Systems. Vergleicht man unser FIAT Geldsystem mit einem Menschen, so wäre dieser 80 Jahre alt. Befindet sich das System innerhalb der letzten 10% seines endlichen Lebenszyklus, ist das Ende nah. Deshalb muss das Leben ja nicht wertlos gewesen sein. Das Einzige was hier angezweifelt wird, ist der absurde glaube, dass der Mann seinen 160. Geburtstag noch erlebt.

  • Für mich spielen die Schwankungen auch keine so grosse Rolle. Das Papiergeldsystem wird in nicht allzu ferner Zukunft zusammenbrechen und neu aufgesetzt werden. Wann das geschehen wird, wissen wir nicht.

    Somit kauft man bei sinkenden Notierungen nach und bei steigenden Notierungen freut man sich. Es geht doch eher um Gold statt gesetzliche Rente. Oder Gold statt Kapitallebensversicherung oder Gold statt lebenslang kreditfinanzierte Immobilien. Gold ist Freiheit. Führen die Politiker Deutschland und Europa mal wieder in den Untergang, was ja ungefähr alle 30-50 Jahre vorkommt? Dann packt der Goldanleger seine Koffer und geht. Überwintern im Refugium bis der Spuck vorbei ist.

  • Dann schauen wir mal:
    Aktienmarktgröße: 36 Trillionen Dollars (2008)
    Anleihemarktgröße: 82 Trillionen Dollars (2009)
    Goldmarktgröße: 2,4 Trillionen Dollars (2010)

    Aber klar, es sind die Anleihe und Aktienmärkte und nicht die Goldmärkte, bei denen die Preise durch Liquidität oder niedrige Umsätze "getrieben" werden.

    10 Milliarden mehr oder weniger im Goldmarkt bewegt den Preis, 10 Milliarden mehr oder weniger bei Anleihen sind ein Lacher.

    GERADE die Tatsache, dass sich das Goldangebot nicht dem Bedarf anpassen kann, führt zu größeren Schwankungen als bei anderen Anlageklassen.

  • Natürlich besitzen die Fonds (also hier der SPDR Gold) Gold - sonst würde der Fondspreis nicht mit dem Goldpreis korrelieren.
    Und zweitens wirft hier niemand Fondsanteile auf den Markt, sie sammeln sie wieder ein und werfen das Gold, (d.h. das Metall, keine Papiere) auf den Markt. Also das, was immer passiert wenn Fondsanteile zurückgegeben werden und der Fonds schrumpft. Und dieser Verkauf von physischem Gold drückt die Preise.

    Verschwörungstheorien sind zwar meistens lustig aber hier, beim Thema Gold wird es langsam langweilig.

  • Liebe Leute - lasst Euch nicht von Orwell verblenden. Die Fonds bestitzen kein Gold - nur ein Anrecht. Doch die werden bei den ausstehenden Goldmengen, keine mehr bekommen. Daher schmeißen diese "Betrüger" alles an Papier-Gold und -Silber auf den Markt. Das drückt natürlich auch die physischen Preise, was so gewollt ist. Daher mein Rat - kauft für jedes Barmittel regelmäßig Gold und Silber nach und vor allem dann wenn der Preis fällt! Lasst Euch nicht "veräppeln"!

  • Liebe Leute - lasst Euch nicht von Orwell verblenden. Die Fonds bestitzen kein Gold - nur ein Anrecht. Doch die werden bei den ausstehenden Goldmengen, keine mehr bekommen. Daher schmeißen diese "Betrüger" alles an Papier-Gold und -Silber auf den Markt. Das drückt natürlich auch die physischen Preise, was so gewollt ist. Daher mein Rat - kauft für jedes Barmittel regelmäßig Gold und Silber nach und vor allem dann wenn der Preis fällt! Lasst Euch nicht "veräppeln"!

  • Es herrscht Anlagenotstand: Staatsanleihen und Immobilienfonds gelten bereits als hoch risikoreich. Die Hammelherde drängt nun in Aktien und reichert das Risiko ebenfalls gefährlich an. Bedachtsame werden rechtzeitig die Reißleine ziehen, zumal das Kursfeuerwerk auf vergleichsweise kleine Börsenumsätzen gestützt ist. Aber wohin mit der frei werdenden Liquidität! Man wird sich wieder an Edelmetalle erinnern, zumal deren Menge nicht nach freiem Belieben aufgebläht werden kann. Entwarnung am Anleihe- und Immobilienmarkt ist vorerst nicht zu erwarten. Da bleiben dem verzweifelten Anleger nur wenige Alternativen. Hinzu kommt das Bestreben, mittels junger Aktien Kapital zu akquirieren: zu Lasten der Altaktionäre. Vergleichbares Verwässern ist bei Edelmetallen grundsätzlich nicht möglich. Wer also physisches Gold besitzt, sollte sich von der Aktienhausse nicht beunruhigen lassen. Sie dürfe ohnehin wesentlich durch Eigenhandel von Banken und Anlagegesellschaften gesteuert sein, um Gutgläubige ins Risiko zu treiben.

  • Es wundert mich nicht, daß der SPDR schrumpft.
    Auch ich würde solche Papiere, wenn ich sie denn hätte, schleunigst verkaufen und für den Erlös Barren
    und Münzen kaufen.

  • Solange es die physisch besicherten ETFs sind, würde ich mal sagen, jeden, für den der Goldpreis wichtig ist.

  • Wen juckt denn bitte der ETF Goldmarkt?

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