Goldpreis Leichte Erholung nach Tief

Nach dem Drei-Wochen-Tief vom Freitag hat Gold zum Wochenstart wieder ein wenig zugelegt. Grund sind wohl die enttäuschenden Exportdaten aus China. Nun ist die Zinspolitik der US-Notenbank Fed entscheidend.
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Zinserhöhungen dämpfen die Furcht der Anleger vor einer anziehenden Teuerung und Gold verliert an Attraktivität. Quelle: dpa
Gold ist gefragt als sicherer Hafen

Zinserhöhungen dämpfen die Furcht der Anleger vor einer anziehenden Teuerung und Gold verliert an Attraktivität.

(Foto: dpa)

FrankfurtGold hat am Montag einen Teil der jüngsten Verluste abgebaut. Das Edelmetall verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 1242,40 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm), nachdem das gelbe Metall am Freitag ein Drei-Wochen-Tief erreicht hatte.

Zum Wochenschluss hatten starke US-Arbeitsmarktdaten den Dollar angetrieben, was wiederum Gold zu schaffen machte. Eine Aufwertung des Greenback macht Edelmetalle für Investoren außerhalb der USA teurer.

„Die leichte Erholung liegt vermutlich an den Kursverlusten in Asien nach den enttäuschenden Daten aus China, allerdings dürfte der Aufschwung nicht lange anhalten“, sagte Ronald Leung, Chefhändler bei Lee Cheong Gold Dealers in Hongkong. In China waren die Ausfuhren im Januar entgegen der Erwartungen von Analysten gesunken.

Was Sie über das deutsche Gold wissen müssen
Goldbestand
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Auf Anfrage der Partei Bündnis 90/Die Grünen hat die Bundesregierung Antworten zum deutschen Gold geliefert. Laut dem Schreiben wies die Deutsche Bundesbank am 31. Dezember 2014 einen Goldbestand von 3384 Tonnen aus. Der Bestand ist dabei seit einigen Jahren rückläufig. Seit 1998 sinken die Goldreserven. Den höchsten Goldbestand verzeichnete die Bundesbank im Jahre 1968 mit 4034 Tonnen.

Goldmünzen
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Zuflüsse zum Goldbestand finden derzeit nicht mehr statt. Unter Berufung auf eine Auskunft der Deutschen Bundesbank heißt es, es seien keine Käufe auf dem Goldmarkt beabsichtigt. Als Grund für die leichte Abnahme des Bestandes seit einigen Jahren wird angegeben, dieses Gold werde zur Prägung deutscher Goldmünzen verwendet.

Lagerung:
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Von den 3384 Tonnen des deutschen Goldes befinden sich 1192 Tonnen bei der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main. 438 Tonnen lagern bei der Bank of England in London, 307 Tonnen bei der Banque de France in Paris. Die größten Bestände sind mit 1447 Tonnen bei der Federal Reserve Bank in New York zu finden. Bewacht und verwaltet werden die Goldbestände dort zum Nulltarif. Teuer wird es jedoch, wenn die Deutsche Bundesbank das Gold zurückführen möchte. Dann verlangt die Fed-Bank in New York eine Gebühr von 1,75 Dollar pro Barren.

Wert der Goldbestände:
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Bei einem Marktpreis von 987,77 Euro pro Feinunze beträgt der Wert der Goldbestände rund 107,5 Milliarden Euro.

Goldherkunft nach dem 2. Weltkrieg
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Die Bank deutscher Länder (ab 1957 Deutsche Bundesbank) kaufte bis 1951 keinerlei Gold auf. Die Goldbestände der Bank deutscher Länder/Deutschen Bundesbank stammen nach Angaben der Deutschen Bundesbank nicht aus einem planmäßigen und gewinnorientierten Erwerb am Goldmarkt, sondern sind im Wesentlichen aus Transaktionen im Rahmen der Gründung der Europäischen Zahlungsunion, dem Beitritt zum Bretton-Woods-Abkommen und der ergänzenden Vereinbarung zum Bretton-Woods-Abkommen entstanden.

Andere Edelmetalle:
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Die Deutsche Bundesbank hält außer Gold keine anderen Edelmetalle.

Quellen der Goldreserve:
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Die Goldreserven der Deutschen Bundesbank stammen nach Angaben der Deutschen Bundesbank seit 1951 aus geld- und währungspolitischen Transaktionen mit Zentralbanken und supranationalen Institutionen – insbesondere mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Dabei wurde das Gold niemals direkt von einer Schmelze oder einem Refiner beschafft.

Wichtiger ist dem Experten zufolge die Frage, wann die US-Notenbank Fed die Zinsen anheben werde. Zinserhöhungen dämpfen die Furcht der Anleger vor einer anziehenden Teuerung. Damit verliert Gold als Absicherung gegen Inflation an Attraktivität.

  • rtr
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