Goldpreis
Schlechte Laune am Rohstoffmarkt

Die Rohstoffpreise sind am Donnerstag deutlich gesunken. Den größten Rückgang verzeichnet der Goldpreis, doch auch andere Edelmetalle wie Platin und Silber verlieren an Wert. Öl und Gas geben auch nach.
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Die Furcht vor einer Eskalation der Euro-Schuldenkrise hat die Investoren am Rohstoffmarkt fest im Griff. Die Preise für Gold, Öl und Kupfer kannten am Donnerstag nur eine Richtung: nach unten. Immer mehr Anleger zweifelten daran, dass die Schuldenkrise in Europa einen guten Ausgang nehme, sagte Hou Xinqiang, Analyst bei Jinrui Futures in China. Die Probleme seien ernst und auch am Wochenende dürfte kaum der große Wurf präsentiert werden, prognostizierte Natalie Robertson, Rohstoff-Analystin bei der ANZ Bank.

Der Goldpreis fiel den vierten Tag in Folge und lag mit 1.621 Dollar je Unze 1,2 Prozent und war damit so niedrig wie zuletzt Anfang Oktober. Auch die Preise für andere Metalle brachen ein: Platin verlor über 1,5 Prozent und lag bei 1491 Dollar je Unze. Der Silberpreis sank um ein Prozent, eine Unze kostete 31 Dollar. Trotz des leichten Rückgangs sei Gold jedoch immer noch ein "sicherer Hafen", sagte Cheng Xiaoyong, Analyst bei Baocheng Futures, gegenüber der Agentur Bloomberg.

Einen besonders deutlichen Preisrutsch musste Kupfer hinnehmen. Das Industriemetall koste mit bis zu 6.925 Dollar je Tonne vier Prozent weniger und war damit so billig wie seit zwei Wochen nicht mehr. Neben der Unsicherheit über den Ausgang der Euro-Schuldenkrise lasteten auch die pessimistischen Töne der Fed auf der Stimmung der Anleger. Nach Einschätzung der US-Notenbank haben sich die wirtschaftlichen Aussichten in den USA eingetrübt. „Die Sorgen um eine deutliche Abkühlung der Weltkonjunktur wachsen,“ sagte ein Händler.

Am Ölmarkt notierten die Preise für Brent und WTI zeitweise auf dem niedrigsten Stand seit gut einer Woche. Das Nordseeöl kostete in der Spitze nur noch knapp 108 Dollar je Fass, das US-Öl WTI 85,27 Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Handelsblatt-Finanzkorrespondentin Katharina Schneider.
Katharina Schneider
Handelsblatt / Finanzkorrespondentin

Kommentare zu " Goldpreis: Schlechte Laune am Rohstoffmarkt"

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  • @Palmer: Danke, dem stimme ich zu!
    @ GoldZahn:nein, selbst an den Edelmetallbörsen wird fast ausnahmslos Papier gehandelt!

    Und: mir geht es nicht um Reichtum, zumindest nicht in monetärer Art! Mir geht es um die Rückkehr zu den Werten! Denn diese sind die wahre Ursache dieser Krise! Wir befinden uns in einer Wertekrise! Die Kopfnoten der Entscheider in fast allen Lebensbereichen sind fast ausnahmslos mangelhaft, fast gar kriminell! Es geht um Betragen, Ehrlichkeit, Aufmerksamkeit, um Ordnung und Fleiß usw.! In Politik, in der Wirtschaft, im Sport, im Alltag, ja gar im Straßenverkehr!

  • Wie Edelmetallpreise manipuliert werden, hat der mir persönlich bekannte und leider verstorbene Schweizer Privatbankier, Rothschild Vorstandsmitglied, Ferdinand Lips in vielen Publikationen ausführlich dargelegt. Da alle Papierwährungen historisch gesehen, wertlos geworden sind, gibt es wenig Alternativen zu Gold und Silber.

  • Gute Gelegenheit um nachzukaufen. Lieber Edelmetalle als Anleihenschrott - egal wie er heißt.

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