Devisen + Rohstoffe
Goldpreis steigt über 400 Dollar

Zum ersten Mal seit März 1996 ist der Goldpreis über die Marke von 400 $ je Feinunze gestiegen. Im Tageshoch kletterte das bereits seit Monaten stärker im Fokus der Finanzwelt stehende gelbe Metall auf 400,25 $ je Feinunze.

FRANKFURT/M. Als Begründung für diesen Anstieg nannten Analysten vor allem die anhaltende Schwäche des US-Dollars. Diese wiederum war nicht zuletzt auf neue protektionistische Tendenzen im Welthandel zurückzuführen. So hatte die US-Regierung zu Wochenbeginn angekündigt, Importquoten auf chinesische Textilien einführen zu wollen.

Vor diesem Hintergrund sei zu beobachten, dass einige große Kapitalsammelstellen den Umfang ihrer Dollar-Vermögenswerte weiter reduzieren, hieß es an den Finanzmärkten. Die dadurch an den Finanzmärkten ausgelösten Turbulenzen trieben Anleger unter anderem in die Edelmetallmärkte. Gold gilt neben Staatsanleihen vielerorten noch immer als „sicherer Hafen“ für weltweit vagabundierendes und verunsichertes Kapital. In diesem Zusammenhang verwies Christoph Eibl von der BW Bank, Stuttgart, darauf, dass Gold durch die jüngsten terroristischen Anschläge in Istanbul sowie durch die anhaltenden Attacken gegen US-Soldaten im Irak neue Hausse-Impulse erhalten habe.

Positive Perspektiven für Gold sieht auch Wolfgang Wrzesniok- Rossbach von Dresdner Kleinwort- Wasserstein in Frankfurt. Seine Begründung: Die breite Masse privater und institutioneller Anleger habe Gold als Portfolio-Beimischung noch nicht wiederentdeckt. Mit Blick auf eine mögliche weitere Abschwächung des US-Dollars und fortdauernde geopolitische Risiken sieht er für Gold im Jahr 2004 ein Potenzial von 435 $ je Feinunze. Kurzfristig ist Martin Mayne von NM Rothschild in Sydney jedoch skeptisch: „Steigt Gold nicht rasch auf 405 $, ist mit einem Rückschlag zu rechnen.“

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