Greenback auf Talfahrt
Anleger stoßen weltweit Dollarbestände ab

Kurz vor dem Jahresschluss geht es für die amerikanische Währung noch mal stark bergab. Weltweit wenden sich Anleger von der US-Währung ab. Im Vergleich zum Schweizer Franken ist der Greenback so billig wie nie zuvor. Sogar der Euro kann etwas Boden gut machen.
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HB FRANKFURT. Der Dollar hat am Dienstag eine ordentliche Talfahrt hingelegt: Zum Schweizer Franken fiel er auf ein Allzeittief und zum japanischen Yen auf den niedrigsten Stand seit sechseinhalb Wochen. Selbst der Euro konnte sich etwas berappeln und schaffte es zum ersten Mal seit sieben Handelstagen wieder über die Marke von 1,3250 Dollar.

„Da spielen einige Positionierungen kurz vor dem Jahresende eine Rolle, aber die Umsätze sind sehr gering, deshalb fallen auch die Bewegungen so deutlich aus“, sagte Commerzbank-Analystin Yuna Park.

Die schweizerische und die japanische Währung profitierten Händlern zufolge vor allem von Dollar-Verkäufen exportorientierter lokaler Unternehmen. Diese brauchten für den Geschäftsabschluss zum Jahresende heimische Währungen.

Für einen Dollar wurden zeitweise nur 0,9439 (spätes Vortagesgeschäft: 0,9599) Franken gezahlt und damit so wenig wie noch nie. Händler wiesen auch darauf hin, dass der Schweizer Franken seit langem als sicherer Hafen gilt. Investoren würden derzeit weder den Dollar noch den Euro als besonders stabil einschätzen, auch das sei für viele ein wichtiger Grund, lieber in den Franken auszuweichen. Zum japanischen Yen gab der Dollar 1,1 Prozent nach und kostete damit noch 81,84 Yen.

Der Euro schaffte es in der Spitze bis auf 1,3274 Dollar, bröckelte im Verlauf aber ab und hielt sich knapp über 1,32 Dollar. Seit Jahresbeginn hat der Dollar damit rund acht Prozent zur Gemeinschaftswährung gewonnen.

Seinen Tiefstand im Jahresverlauf hatte der Euro im Juni, als er unter 1,20 Dollar rutschte und damit so billig war wie seit März 2006 nicht mehr. Auslöser waren damals Sorgen, dass Ungarn eine ähnliche Krise wie Griechenland blühen könnte und dass eine nachhaltige Konjunkturerholung in den USA noch länger auf sich warten lassen könnte. Dem Höchstkurs von Mitte Januar bei 1,45 Dollar war der Euro nur Anfang November bis auf zweieinhalb Cent nahegekommen.

Der Bund-Future hat sich am Dienstag angesichts einer gut gelaufenen Versteigerung amerikanischer Staatspapiere erholt. Der Terminkontrakt kletterte um 60 Ticks auf 125,27 Punkte. „Wir haben gestern eine überraschend gut nachgefragte Auktion gesehen“, erklärte Rentenstratege Michael Leister von der WestLB. Trotz der geringen Umsätze hatte das US-Schatzamt am Montag Papiere für insgesamt 35 Milliarden Doller verkauft.

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  • im Moment ist das bedruckte Papier weltweit am Ende. Gewinner sind Sachwerte wie vermietete und selbstgenutzte immobilien, Edelmetalle Gold und Silber und Aktien.

  • Wir nehmen Polizei-Dollar,Staatsanwälte-Dollar, Richter-Dollar,Politiker-Dollar.

  • @minburi
    ich meinte nicht das Amerika im Endspiel ist, was ich gesagt habe ist, der Dollar ist es.
    Den Status als Weltreservewährung wird er mit ziemlicher Sicherheit verlieren und ben bernanke und seine Wallstreet Clique, mit ihrem Konzept des Monetarisierens von Defiziten und Schulden, werden diese Währung einfach nur zerstören. Zu glauben " this time it´s different" ist Augenwischerei.


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