Greenback wieder stärker
Euro fällt unter die Marke von 1,17 Dollar

Nach kräftigen Abgaben im frühen europäischen Geschäft stabilisiert sich der Euro am Montagnachmittag wieder etwas.

HB FRANKFURT. Der Kurs des Euro ist am Montag deutlich gefallen und hat die Marke von 1,17 US-Dollar unterschritten. Am späten Nachmittag lag der Krus bei 1,1687 Dollar. Im frühen Handel war der Euro zeitweise noch mit 1,1805 Dollar notiert worden. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1688 (Freitag: 1,1788) Dollar festgesetzt.

Nach Einschätzung von Stephen Jen, Devisenexperte bei Morgan Stanley in London, hatten die Aussagen von EZB-Präsident Wim Duisenberg zum jüngsten G7-Treffen zu den Kursverlusten geführt. Dieser hatte in einem Interview mit der italienischen Zeitung „Il Sole 24 Ore“ gesagt, dass die Aussagen der Abschlusserklärung über flexiblere Währungskurse weniger auf das Verhältnis Euro zum Dollar bezogen seien als vielmehr auf Währungsregimes einiger asiatischer Länder. Nach dem G7-Treffen hatte der jüngste Höhenflug des Euro zum Dollar eingesetzt.

Es handle sich um eine allgemeine Dollar-Stärke, sagte hingegen Devisenexpertin Antje Praefcke von der Landesbank Hessen-Thüringen. Fonds und institutionelle Investoren hätten Schweizer Franken in Dollar getauscht. Dies habe den Dollar auch zum Euro gestützt. Zudem handle es sich nach den deutlichen Kursgewinnen der vergangenen Tage um eine Korrektur. Durch die Feiertage in Japan und den USA sei der Markt illiquide. Dies verstärke die Kursbewegungen, sagte Praefcke.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7044 (0,7085) britische Pfund, 126,82 (127,85) japanische Yen und 1,5493 (1,5500) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 370,25 (372,30) Dollar notiert. Der Kilobarren kostete 10 210 (10 165) Euro.

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