Griechenland-Krise
Der Euro fällt, die Wut wächst

Der griechische Regierung wankt, die Euro-Länder streiten endlos über das Rettungspaket: Das europäische Chaos bringt die Gemeinschaftswährung stark unter Druck.
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Eine Lösung für die Schuldenkrise Griechenlands ist weiterhin nicht in Sicht - sehr zum Unbehagen der Märkte. Die Furcht vor einer Eskalation der europäischen Schuldenkrise hat den Euro am Donnerstag stark unter Druck gesetzt. Die Gemeinschaftswährung fiel am Morgen auf ein Drei-Wochen-Tief von 1,4091 Dollar nach 1,4160 Dollar im späten New Yorker Vortagesgeschäft. Für den Rutsch nach unten sorgten laut Händlern vor allem die Aussagen von EZB-Ratsmitglieds Nout Wellink. Er forderte laut einem niederländischen Zeitungsbericht, den europäischen Rettungsfonds wegen der Griechenland-Krise auf 1,5 Billionen Euro zu verdoppeln.

An der Wall Street schloss der Euro dann mit 1,4179 US-Dollar. Experten rechnen damit, dass die Gemeinschaftswährung weiter unter Druck gerät. Auch an den Aktienmärkten hinterließ die Unsicherheit Spuren.

Zum Handelsbeginn am Donnerstag in Tokio notierte der Euro zum Yen deutlich schwächer mit 114,69-73 Yen nach 115,82-86 Yen am späten Vortag. Zum Dollar lag er bei 1,4189-91 Dollar nach 1,4371-73 Dollar am späten Vortag.

Am späten Mittwochnachmittag war bekannt geworden, dass Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou der Opposition angeboten habe, eine gemeinsame Regierung zu bilden. Diese Einheitsregierung solle alle nötigen und schmerzhaften Reformen durchsetzen, die notwendig sind, um weitere Milliardenhilfen von der EU und dem Internationalen Währungsfonds zu erhalten. Falls es zur Bildung einer solchen Regierung komme, werde Papandreou möglicherweise auf das Amt des Regierungschefs verzichten, hieß es.

„Sollte Papandreou überraschend nicht das Vertrauen erhalten, wäre das ein erheblicher Rückschlag hin zu einem neuen Hilfspaket für Athen. Mit den zunehmenden Protesten gegen die geplanten Sparmaßnahmen baut sich zudem das Risiko auf, dass ein solches Paket scheitert, weil die Griechen den Ernst der Lage nicht erkennen“, schrieben die Analysten der Commerzbank in einem Kommentar.

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  • Die dummen und einfältigen Politiker treiben alle Staaten in den Ruin. Die EU soll Europa vereinen proklammieren sie treudoof. Die Wut in den Bevölkerungen wächst in jedem Land. In den Ländern, die für die anderen zahlen sollen und in den Länder, die sich Hilfe
    erhoffen. Das internationale Bankenkartell erpresst die Welt, macht Billionen an Gewinnen und die Bonizahlungen sind jetzt höher als vor der Krise. Die Banken spekulieren gegen die Pleitestaaten und machen Milliarden an Gewinn.
    Wenn die Politik nicht weiter dafür sorgt, dass uneingeschränkt Geld in die Pleitestaaten fliesst, würden die Märkte abschmieren und es würde sich Chaos verbreiten.

    Man soll doch mal die Märkte abschmieren lassen, dann hat das Gezocke ein Ende. Wer hat denn erlaubt, dass Banken etc. gegen diese Staaten spekulieren dürfen. Das Spekulieren in diesem Bereich sollte die Politik verbieten.
    Dann hat alles ein Ende.

    Wer ist den an den Märkten hauptsächlich investiert. Hedgefonds, das Bankenkartell etc..

    Sollen die doch ruhig Pleite gehen, dann haben Bonizahlungen und Erpressungen ihr Ende.
    Die Staaten sollten für die Spareinlagen, Versicherungen der Bürger bürgen und nur für dieses Geld.

    Alles andere sollte man abschmieren lassen. Die Bankendynastie ist seit der Krise noch mächtiger geworden und sie bestimmen die Weltpolitik. Weil die dummen Politiker sich immer Rat bei der Bankendynastie holen, um die Probleme zu managen. So lange sich Frau Merkel von ihrem Freund Herrn Ackermann (Deutsche Bank)beraten lässt - was soll da denn harauskommen ?
    Man soll die Baken absaufen lassen, damit die Banker nun auch mal auf der Straße sitzen, das würde ihnen mal gut zu Gesicht stehen. Das würde ein für alle Mal ein Exempel statuieren

    Seit der Krise hat sich nichts getan, alles ist immer nur noch schlimmer geworden.

  • kein staat kann die schulden zurückzahlen, werder griechenland oder deutschland und erst recht nicht die usa.
    die folge ist ein globaler währungsschnatt von mindestens 50%. Wenn es dann in 3-8 jahren soweit ist, wird es als riesenerfolg verkauft. ERGO Man sollte alle politiker in den knast stecken-lebenslang

  • Das Geld was jetzt durch die angeblichen "Hilfen" Nach Griechenland fließt, taucht dort nur auf dem Konto einmal auf und schwupps ist es wieder in Deutschland oder Frankreich bei den ganzen Bankster die so ihre Banken sannieren. Also der Deutsche Michel bezahlt eig den Bänker ihre Boni, weil DIE ja so hart gearbeitet haben :D

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