Gute Konjunktur
Aluminium weltweit begehrt

Aluminium ist ein begehrter Rohstoff. Die gute Nachfrage hat dazu geführt, dass die Kapazitäten ausgebaut werden: China baut neue Aluhütten und in der Golfregion soll sich die Produktion bis 2012 verdoppeln. Von der guten Konjunktur profitieren auch Standorte in Deutschland.

DÜSSELDORF. Christian Wellner, Geschäftsführer beim Gesamtverband der Aluminiumindustrie, erwartet einen weiteren Anstieg der weltweiten Nachfrage. 2006 stieg die Produktion um sechs Prozent auf 34 Mill. Tonnen. Dabei kletterten die Preise um rund 30 Prozent. „Vor allem in der Autoindustrie, der Baubranche und der Verpackung ist Aluminium zunehmend gefragt“, sagt Wellner. Die Analysten von Brook Hunt erwarten für 2007 ein Nachfrageplus von neun Prozent.

Die gute Nachfrage hat dazu geführt, dass die Kapazitäten ausgebaut werden. Vor allem in China werden neue Aluhütten gebaut. Das Reich der Mitte hat nach Angaben des Verbandes seine Aluminium-Produktion seit 1995 von zwei auf elf Millionen Tonnen pro Jahr gesteigert. Aber auch andere Staaten bauen ihre Kapazitäten aus. Da die Aluminiumproduktion enorm energieintensiv ist, profitieren Standorte mit günstigen Energiekosten.

In der Golfregion soll sich die Produktion bis 2012 verdoppeln. In Oman entsteht eine Aluminiumhütte mit einer Jahreskapazität von 350 000 Tonnen, in Katar wird die größte Hütte der Welt mit einer Kapazität von 585 000 Tonnen gebaut. Schon jetzt beherbergen Länder mit Zugang zu billiger Energie große Aluminiumkonzerne: Norwegen den weltweit viertgrößten Hersteller Norsk Hydro, der seine Öl- und Gassparte abgibt und sich ganz auf die Produktion von Aluminium konzentriert. In Russland sitzt der Branchenprimus Rusal, der Anfang des Jahres mit dem russischen Konkurrenten Sual und der Aluminiumsparte des Schweizer Rohstoffhändlers Glencore fusioniert hat.

Von der guten Konjunktur profitieren auch Standorte in Deutschland. Die Hamburger Aluminiumwerke, die 2005 wegen hoher Strompreise stillgelegt werden sollten, produzieren wieder. Der Aluminiumhersteller Trimet hat das Unternehmen gekauft und fast alle Hochöfen wieder in Betrieb genommen.

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