Gute Konjunkturdaten
China treibt die Rohstoffpreise

An den internationalen Rohstoffmärkten haben die Anleger am Montag wieder zugegriffen. Die Preise für Gold, Kupfer und Öl zogen merklich an. Händler führten dies vor allem auch auf die andauernde Dollar-Schwäche zurück. Auch überraschend gute Konjunkturdaten aus China sorgten für zusätzliche Nachfrage.
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HB FRANKFURT. Doch insgesamt blieben viele Anleger auf der Hut. Diese Woche sei eine Woche der Entscheidungen, stellt Afshin Nabavi, Analyst bei dem Schweizer Rohstoff-Spezialisten MKS Finance fest. „Morgen haben wir die Zwischenwahlen in den USA, am Mittwoch trifft sich der FOMC (Offenmarktausschuss der US-Notenbank) und am Freitag gibt es auch noch die US-Arbeitsmarktdaten für Oktober. Ich denke, da werden alle versuchen, sich entsprechend zu positionieren“, erklärte Nabavi.

Die Feinunze Gold verteuerte sich in der Spitze um 0,6 Prozent auf 1365 Dollar. Der Anstieg des Euro auf fast 1,40 Dollar machte Gold für Anleger aus dem Nicht-Dollar-Raum wieder attraktiver. Sollte die US-Notenbank (Fed) wie erwartet am Mittwochabend ein neues Anleihe-Rückkaufprogramm beschließen, könnte dies laut Analysten den Dollar schwächen und den Goldpreis weiter in die Höhe treiben.

Auch die Preise für Silber und Palladium zogen an. Letzteres profitierte laut Händlern von der Absicht der US-Regierung, bei den in den USA mit Benzin gefahrenen Schwerlastern niedrigere Abgaswerte durchzusetzen. Palladium und Platin werden für die Herstellung von Katalysatoren verwendet.

Die starken Industriedaten aus China sorgten vor allem am Kupfermarkt für höhere Nachfrage. Der Kupferpreis stieg um 1,4 Prozent auf 8308,75 Dollar je Tonne. Vor allem die boomende chinesische Konjunktur hat in diesem Jahr am Rohstoffmarkt für die hohe Nachfrage nach Kupfer und eine Preissteigerung von 13 Prozent gesorgt. Der chinesische Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe stieg im Oktober auf ein Sechs-Monats-Hoch und lag damit deutlich höher als von Analysten erwartet.

Am Ölmarkt setzten die Anleger vor allem auf einen Aufschwung in den USA. Viele hofften darauf, dass die Maßnahmen der Fed tatsächlich der Konjunktur neuen Schwung geben können. Das Fass (159 Liter) US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich um bis zu 1,1 Prozent auf 82,33 Dollar, ein Fass Nordseeöl der Sorte Brent um bis zu 1,2 Prozent auf 81,14 Dollar.

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