Gute US-Konjunktur
Goldpreis fällt auf Drei-Jahres-Tief

Die Preise für Silber und Gold sinken weiter. Beide Metalle notieren so niedrig wie seit drei Jahren nicht mehr. Grund sind die guten US-Konjunkturdaten. Zuletzt hatten mehrere Investmentbanken ihre Prognose gesenkt.
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FrankfurtDie Furcht vor Inflation unter den Anlegern lässt nach – den „sicheren Hafen“ Edelmetalle laufen sie deshalb seltener an. Gold verbilligte sich am Mittwoch um fast vier Prozent Prozent auf 1224 Dollar je Feinunze. Silber fiel in der Spitze sogar um 4,1 Prozent auf 18,78 Dollar. Das ist in beiden Fällen der niedrigste Stand seit knapp drei Jahren. Als Grund für den erneuten Kursverfall nannten Börsianer die ermutigenden US-Konjunkturdaten vom Vortag. Die positiven Zahlen vergrößerten die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank ihre Geldspritzen, mit der sie die Konjunktur ankurbeln will, noch vor dem Jahresende verringert.

„Die US-Zahlen deuten Größtenteils auf ein stärkeres Wachstum hin, was den Dollar nach oben treibt“, sagte David Lennox, Analyst der Fat Prophets in Sydney. „Das sind die beiden Nägel im Sarg des Goldes: ein stärkerer Dollar und die Erwartung, dass die quantitative Lockerung verringert wird.“

In den vergangenen Tagen hatten bereits mehrere Investmentbanken ihre Prognose für den Goldpreis gesenkt. Nach Goldman Sachs und UBS hatte am Dienstag Morgan Stanley das Ziel gesenkt. Für 2013 gehen die Analysten von Morgan Stanley, Peter Richardson and Joel Crane, nun von 1409 Dollar aus, nachdem es zuvor noch 1487 Dollar gewesen waren. Im kommenden Jahr rechnen sie mit 1313 Dollar. Hier prognostizierten sie zuvor 1563 Dollar. Für 2015 nahmen sie die Prognose von 1450 auf 1300 Dollar zurück. Zudem senkten sie ihre Ziele für Gold und Silber bis 2018. Hintergrund ist die Erwartung, dass die Notenbank ihre geldpolitischen Anreize wegen der Erholung der US-Wirtschaft vermindern könnte.

Die Bestände von börsengehandelten Produkten sind am Montag auf 2.094,647 Tonnen gefallen und erreichten damit den niedrigsten Stand seit Juni 2010, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht. Damit beläuft sich der Rückgang auf 20 Prozent in diesem Jahr, nachdem es zuvor in jedem Jahr seit der Erstnotiz dieser Produkte 2003 zu einem Anstieg gekommen war.

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  • "Grund sind die guten US-Konjunkturdaten."

    Das muss es sein. Wie gut die Weltkonjunktur wirklich ist,
    zeigt z.B. der Baltic Index für Frachtraten im Seeschifffahrtsverkehr, nicht manipulierbar und deshalb totgeschwiegen:
    http://www.investmenttools.com/futures/bdi_baltic_dry_index.htm

  • Wenn man keine Ahnung hat....

    Während des 2. Weltkriegs beschlossen die Allierten D nach Kriegsende zu deindustrialisieren und in einen Agrarstaat umzuwandeln. Um diesen Prozess Richtung Agrarwirtschaft zu fördern wurden nach Kriegsende gezielt Lebensmittellieferungen aus dem Ausland unterbunden und eine 1000 kcal-Doktrin verfolgt die die Briten und Franzosen nach den ersten Hungersnöten recht bald aufgaben. In der amerikanischen Zone unterband man selbst Lebensmittellieferungen des Roten Kreuzes wesentlich länger.

    Und nur unter solchen Bedingungen kam es in seltenen Fällen tatsächlich zum Tausch von Edelmetall gegen Lebensmittel. In der Weltwirtschaftskrise musste man keine Unze Gold für das Brot bezahlen aber eventuell mit einer der damals üblichen Silbermünze statt mit dem tagesaktuell bewertetem Papiergeld.

  • Die Frage ist welche politischen Aktivitäten Inflation auslösen.

    Sie konzentrieren sich bei einer überhöhten Zimmertemperatur ja auch nicht auf das Thermometer sondern auf die aufgedrehte Heizung.

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