Gute US-Konjunkturdaten stützen Dollar
Euro-Kurs leidet unter Gewinnmitnahmen

Unerwartet gute US-Konjunkturdaten haben am Donnerstag dem Dollar neuen Auftrieb gegeben. Der Euro fiel am Donnerstag gegenüber der US-Wahrung um rund einen Cent, notierte aber weiterhin über der Marke von1,20 Dollar.

HB FRANKFURT. Der überraschend deutliche Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 315.000 (Vorwoche revidiert 340.000) in den USA habe Gewinnmitnahmen beim Euro ausgelöst. Die Gemeinschaftswährung fiel um rund einen US-Cent auf 1,2070 Dollar von 1,2173 Dollar am frühen Morgen. Die EZB hatte unmittelbar vor den Daten den Referenzwert noch mit 1,2116 Dollar festgelegt. Auch zum Yen gewann der Dollar an Wert. Mit 109,52 Yen notierte die US-Währung am späten Nachmittag fast einen Yen über dem Vortagesschluss. Die Aussagen von EZB-Chef Jean-Claude Trichet hatten indes keinen spürbaren Einfluss auf den Euro-Kurs.

Damit fielen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA in der letzten Aprilwoche auf das niedrigste Niveau seit Oktober 2000 und signalisierten damit Analysten zufolge eine klare Verbesserung der Lage am Arbeitsmarkt. Daher sei nun mit einem erneut kräftigen Stellenzuwachs im gesamten April zu rechnen, hieß es. Diese Daten werden am Freitag erwartet. Von Reuters befragte Analysten rechnen im Schnitt mit einem Stellenzuwachs von rund 173.000. Schon im März war der Stellenzuwachs mit 308.000 überraschend hoch ausgefallen, was den Dollar deutlich nach oben katapultiert hatte. Der Euro war bis auf ein Jahrestief von 1,1764 Dollar (am 26. April) gefallen.

Je robuster der Arbeitsmarkt in den USA ist, desto höher die Chance, dass die US-Notenbank nachhaltig und rasch an der Zinsschraube dreht. Lediglich Zeitpunkt und letztlich Ausmaß der Zinserhöhung sind bei den Analysten umstritten.

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