Händler beklagen dünnes Volumen im Devisenhandel
Technische Faktoren bescheren Dollar leichte Erholung

Technische Faktoren haben am Donnerstag dem Dollar eine kleine Erholung beschert. Bei sehr dünnem Handelsvolumen drückten einige größere Euro-Verkäufe die europäische Währung am Vormittag um rund einen US-Cent auf 1,4750 Dollar.

HB FRANKFURT. „Die Liquidität ist seit Wochenbeginn eine Katastrophe“, erklärte ein Händler. „Bis zum Jahresende dürfte die Bereitschaft der Anleger, neue Positionen einzugehen, weiter sinken“, sagte Uwe Janz, Händler bei MM Warburg. Auch bei anderen Banken klagten Händler über das dünne Handelsvolumen, in dem wenige Order ausreichten, um den Euro stark zu bewegen.

Bei einigen Banken wurde zudem auf Spekulationen auf eine anstehende Aufwertung des chinesischen Yuan verwiesen. „Ich halte das aber für äußerst fraglich“, sagte Devisenanalyst Christian Pohl von der FX Direkt Bank mit Blick auf die nur moderate Bewegung beim Yen.

Die EZB legte den Referenzwert mit 1,4738 (Vortag 1,4747) Dollar fest. Im Referenzkursverfahren der Banken (EuroFX) wurde der Euro mit 1,4733 (1,4731) Dollar und 162,02 (161,71) Yen festgelegt. Der Dollar pendelte um 110 Yen.

Die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten brachten dem Handel keine neuen Erkenntnisse hinsichtlich der künftigen Geldpolitik. Im dritten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt in den USA um 4,9 Prozent gestiegen. Von Reuters befragte Analysten hatten einen Anstieg von 4,8 Prozent prognostiziert. „Der Markt handelt die Zukunft, und für das laufende vierte Quartal wird eine deutliche Abschwächung des BiP erwartet“, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf.

Der überraschend deutliche Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe signalisierte Händlern zufolge, dass die US-Wirtschaft tatsächlich zu lahmen beginnt. In der vergangenen Woche waren 352.000 Anträge gezählt worden, verglichen mit 329.000 in der Vorwoche. Analysten hatten mit 332.000 Anträgen gerechnet. Dies heizte am Rentenmarkt die Spekulationen auf Zinssenkungen in den USA wieder an. Der Bund-Future stieg am Nachmittag um 37 Ticks auf 114,83 Punkte.

Die von der Bundesbank täglich errechnete Umlaufrendite börsennotierter öffentlicher Anleihen kletterte auf 4,11 (4,08) Prozent. Der Rex-Rentenindex blieb praktisch unverändert bei 116,8354 (minus 0,0788) Stellen.

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