Händler klagen seit Tagen über lustlose Umsätze
Explosion in Ankara belastet den Dollar

Nach einer Explosion in der türkischen Hauptstadt Ankara hat der Euro am Donnerstag zum Dollar zugelegt.

HB FRANKFURT. Die Gemeinschaftswährung kostete im europäischen Handel am Vormittag 1,2120 Dollar nach einem Schlusskurs in New York am Mittwoch von 1,2089 Dollar. Der Euro hatte über weite Strecken des Vormittagshandels um die Marke von 1,21 Dollar gependelt, ehe nach der Explosion die Angst vor einem Anschlag in der Türkei Investoren zu Euro-Käufen verleitete. „Nach Anschlägen verkaufen Investoren gewöhnlich Dollar und fragen als sicher geltende Währungen wie den Schweizer Franken nach“, sagte ein Händler. Zudem sind seiner Aussage nach „diverse Hedge-Fonds bei 1,2070 Dollar in den Euro eingestiegen“.

In der Nähe des Hilton-Hotels in Ankara, in dem US-Präsident George W. Bush in Kürze übernachten sollte, ist am Donnerstag eine Blendgranate explodiert. Es sei niemand verletzt worden, sagte ein Angestellter des Hotels in der türkischen Hauptstadt. In dem Hotel sollte US-Präsident George W. Bush bei seinem Türkei-Besuch am Samstag übernachten. Der Sprengsatz sei in einem Paket am Eingang zum Hotel-Parkplatz detoniert, sagte ein Sanitäter.

Trotz der jüngsten Kursbewegung sprachen Händler eher von einem lustlosen Handel, bei dem auch die für Nachmittag erwarteten US-Konjunkturdaten kaum etwas ändern dürften. „Von der Kundenseite sind kaum Aufträge da. Alle halten sich vor der US-Notenbanksitzung kommender Woche bedeckt“, hieß es. Gegen 14.30 Uhr (MESZ) wird die Bekanntgabe der wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe erwartet. Zur gleichen Zeit steht die Veröffentlichung des US-Auftragseingangs für langlebige Güter im Mai auf der Agenda.

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