Handel kommt zeitweilig zum Erliegen
Greenpeace-Aktivisten stürmen Londoner Öl-Börse

Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace haben zum In-Kraft-Treten des Kyoto-Protokolls die Londoner Öl-Börse "gestürmt" und den Handel zeitweilig zum Erliegen gebracht.

dpa-afx LONDON. Bei der Aktion am Mittwoch wurde bei Rangeleien zwischen den Demonstranten und Händlern ein Greenpeace-Mitglied verletzt. Etwa 35 Demonstranten waren in das Gebäude an der Tower Bridge eingedrungen und störten den Handel an der International Petroleum Exchange (IPE) mit Hupen und Trillerpfeifen.

Zwei Aktivisten waren außerdem draußen über den Eingang der Börse geklettert und entfalteten ein Plakat mit der Aufschrift "Klimawechsel tötet, legt euch nicht fürs Öl ins Zeug". Einige Demonstranten blockierten zeitweilig den Eingang. Nach Angaben der IPE wurde im großen Handelsraum selbst, wo teils mit Zurufen gearbeitet wird, das Geschäft kurzfristig eingestellt. Der elektronische Handel sei aber nicht betroffen gewesen.

"Das Kyoto-Protokoll trat heute zwar in Kraft, aber seine Ziele zum Klimaschutz sind zu bescheiden", sagte ein Greenpeace-Sprecher. "Der Klimawechsel stellt die größte Gefahr für unseren Planeten dar, und doch wird hier ungestraft mit Öl gehandelt, als wenn das Leben von Mill. und die Zukunft ganzer Arten nichts bedeutet", sagte der Sprecher.

Die IPE ist eine der weltweit bestimmenden Handelsplätze für Öl. Dort werden täglich Verträge im Wert von mehr als zwei Mrd. Dollar gehandelt. "Dieser Wahnsinn muss aufhören", hieß es seitens Greenpeace weiter. Es müsse jetzt darüber nachgedacht werden, "wohin uns die Abhängigkeit vom Öl führt."

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