Hedge-Fonds und Banken finden Renditequellen in Ur- und Rohstoffen
Finanzbranche hat das Potenzial der Ressourcen entdeckt

Nachhaltige und damit ökologisch sinnvoll erscheinende Investments gewinnen weltweit an Bedeutung. Mit der Thematik des schonenden Umgangs vorhandener Ressourcen beschäftigen sich vor allem die agilen Hedge-Fonds und andere auf diesen Bereich spezialisierte Finanzhäuser.

Diese sehen Investments in Urstoffe und Rohstoffe als Wachstumsmarkt mit großem Potenzial. Hedge-Fonds entdecken hier für sich selbst und ihre Anleger interessante Renditequellen. Es überrascht daher nicht, dass das Thema „Ökologie-Derivate“ auch an den Terminbörsen eine immer breitere Diskussionsplattform findet.

Im Prinzip geht es dabei darum, vorhandene Ressourcen in Finanzinstrumente zu verpacken, sie handelbar zu machen und ihnen mit Hilfe marktwirtschaftlicher Instrumente einen Preis zuzuordnen. So soll das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit im Hinblick auf die Schonung und Erhaltung natürlicher Lebensressourcen gestärkt werden. Bei diesen Gütern, in die weitsichtige Anleger investieren, handelt es sich um die Elemente Erde, Luft und Wasser sowie um metallische energetische und agrarische Rohstoffe.

Es gelte, den Wert der Urstoffe Erde, Luft und Wasser zu erkennen und eine weitere sinnlose Vergeudung dieser Ressourcen zu verhindern, sagt Eric Bettelheim, Chairman der Sustainable Forestry Management Limited in London. Es seien bereits zahlreiche „ökologische Finanzinstrumente“ entwickelt worden, die als Meilenstein auf dem Weg zu diesem Ziel zu sehen seien. Bettelheim erinnerte in diesem Kontext an die Gründung neuer Emissionsbörsen in der Welt.

In den vergangenen Monaten ist verstärkt Kapital in diese ökologischen Derivate sowie in traditionelle Rohstoffmärkte geflossen. Dieser Kapitalstrom dürfte in den nächsten Jahren breiter werden. Die Rohstoffmärkte seien jener Platz, in dem das Geld der Anleger am besten aufgehoben sei, sagte der populäre Experte Jim Rogers zum Handelsblatt. Steigende Rohstoffpreise werde es noch zumindest über zehn Jahre hinweg geben. „Es ist bei Rohstoffen noch nichts wirklich Spektakuläres passiert“, sagt Uwe Eberle von RMF, einer Tochter des weltgrößten Hedge-Fonds Man Group.

Bei historischer Betrachtung der Märkte sei festzustellen, dass die Märkte für Ur- und Rohstoffe noch weit von eventuellen Exzessen entfernt seien. Einige Strategen hatten den Preisaufschwung der Märkte zuletzt als überzogen bezeichnet. Real – inflationsbereinigt – würden die meisten Rohstoffpreise deutlich unter den historischen Hochs liegen.

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