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Hintergrund zum Euro

Seit dem 1. Januar 2002 ist der Euro das Barzahlungsmittel für mehr als 300 Millionen Menschen in zwölf europäischen Ländern.

HB HAMBURG. Von den damals 15 EU-Staaten führten nur Großbritannien, Dänemark und Schweden die europäische Gemeinschaftswährung bislang nicht ein. Elf Staaten nutzten den Euro bereits seit 1999 für bargeldlose Finanztransaktionen.

Der Euro ist heute nicht nur die offizielle Währung in zwölf der mittlerweile 25 EU-Staaten. Auch in französischen Überseegebieten wie Guyana in Südamerika oder den Karibikinseln Guadeloupe und Martinique, in Drittstaaten wie Monaco, dem Vatikanstaat, San Marino und Andorra ist der Euro als Zahlungsmittel zugelassen oder offizielle Währung.

Im Jahr 1995 wurde der Name der neuen Währung auf Euro und Cent festgelegt. Als Bargeld blieben zunächst nationale Währungen erhalten, der Euro wurde im bargeldlosen Zahlungsverkehr eingesetzt. Zum Start des Euro wurden die Umstellungskurse fixiert: Ein Euro war damit 1,95583 D-Mark wert, zur US-Währung ergab sich damals ein Startkurs von 1,18 $. Zum 1. Januar 2002 wurde der Euro dann auch als Bargeld eingeführt.

Im Oktober 2000 fiel der Euro nach monatelanger Talfahrt auf seinen bis heute niedrigsten Referenzkurs von 0,8252 Dollar. Das Vertrauen der Europäer in die Gemeinschaftswährung sank. Doch der langfristige Trend ging in eine andere Richtung. Im Juli 2002 erreichte der Euro erstmals seit Februar 2000 wieder die Parität zum US-Dollar und stieg im November 2003 erstmals über die Marke von 1,20 $. Ende Dezember 2004 erreichte die europäische Gemeinschaftswährung ihr bisheriges Rekordhoch von 1,3668 Dollar.

Als Symbol eines geeinten Europas wurde der Euro im Mai 2002 für seinen „Epoche machenden Beitrag zum Zusammenwachsen der Völkerfamilie“ mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet. Erstmals wurde der Preis nicht an eine Person vergeben. Auf weniger Zustimmung stieß der Euro bei zwei Volksabstimmungen im Norden Europas. Im September 2003 lehnte die Bevölkerung Schwedens wie drei Jahre zuvor die Dänen den Beitritt zum Euro in einem Referendum ab. Auch Großbritannien trennte sich nicht von seiner Landeswährung.

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