Historischer Einbruch
Goldpreis fällt so stark wie 2001

Der Dollar steigt, Gold fällt. Der Goldpreis steuert erstmals seit 2001 auf sein zweites Verlustquartal in Folge zu. Händler beobachten, dass sie Zypern-Krise dem Dollar hilft und nicht dem „sicheren Hafen“ Gold.
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FrankfurtGold steht vor dem zweiten Quartalsverlust in Folge. Die Bestände an börsennotierten Produkten sind so stark gefallen wie nie zuvor, und der Dollar ist angesichts der Aussichten auf eine US-Konjunkturerholung gestiegen, was die Attraktivität des Edelmetalls als alternatives Investment schmälert.

Gold notierte am Kassamarkt zuletzt wenig verändert bei 1604,86 Dollar je Unze. In diesem Quartal ist der Preis um 4,1 Prozent gesunken. Damit verzeichnete das Edelmetall erstmals seit 2001 zwei Quartale hintereinander einen Verlust. Am 21. Februar fiel der Goldpreis bis auf 1555,55 Dollar je Unze, den niedrigsten Wert seit Juli 2012.

Die Positionen an börsennotierten Produkten sanken in diesem Quartal um 6,9 Prozent angesichts der Spekulationen, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Stützungsmaßnahmen einschränken wird. Der Dollar Index, der die Entwicklung gegenüber sechs wichtigen Währungen wiedergibt, ist am Mittwoch auf den höchsten Stand seit August geklettert, nachdem der Euro nachgab. Gold bewegt sich in der Regel invers zum Dollar. Die Banken in Zypern werden heute erstmals wieder für sechs Stunden öffnen, nachdem sie aufgrund des drohenden Finanzkollapses des Landes für fast zwei Wochen geschlossen waren.

„Die Zypern-Probleme halten an, was den Dollar anschiebt“, sagte Lelia Kim von Tong Yang Securities Inc. Ein „stärkerer Dollar sowie eine schwächere physische Nachfrage begrenzen die Kursgewinne von Gold“.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • Gold steht heute in Euro ca. 10% unter dem historischen Höchstkurs.

    Da wir in Deuschland unser Brot mit € bezahlen und nicht mit USD, wäre es sinnvoll das Gold auch in € zu betrachten.

    Jeder Bürger Zyperns wäre heute froh, wenn er seine Euros in Gold gerettet hätte.

    Und was von "börsennotierten' Goldprodukten zu halten ist... Lieber die Unze in der Hand, als das Zertifikat an der Wand.

  • Seit wann darf hier jetzt nicht mehr zitiert werden??????
    Seit wann sind Zitate Werbung?????
    HB macht sich nur noch lächerlich...

  • Lichtenberg schreibt von "Blech", wir von "Gold"...
    ...und offenbart mangelhafte Geschichtskenntnis = Erkennung historischer Vorgänge der Gegenwart. Denn "Anschluß an USA herstellen", heißt "Anschluß an einen Zusammenbruch" herstellen. Man greift nicht in ein fallendes Messer:
    Das Überleben des Petrodollars, der eine weltweite Nachfrage nach US-Dollar erzeugt und damit der amerikanischen Währung einen künstlichen Wert verleiht, steht zur Disposition. Schon 2005 überholte der Ölverbrauch der Schwellenländer den der westlichen Staaten. Die OPEC beliefert vermehrt die Schwellenländer und wickelt ihren Handel verstärkt ohne Nutzung des Petrodollars ab. Das wird von der Mainstream-Presse weitgehend verschwiegen.
    Unter den Schwellenländern ist China führend in den Bemühungen, das Monopol des Petrodollars zu brechen und sich aus den daraus entstehenden Zwängen zu befreien.
    Da Iran wegen des Embargos der westlichen Staaten sein Öl nicht mehr in den Westen verkaufen kann, beliefert es eben China, das dafür mit Yuan bezahlt. China hat in den letzten Monate eine Vielzahl solcher Verträge abgeschlossen, die sowohl bei Ölkäufen als auch bei anderen Handelsbeziehungen ohne Dollar auskommen
    Mit denVereinigten Arabischen Emiraten, Brasilien ,Rußland, aber auch mit Ländern, die eigentlich dem Westen zuzuordnen sind, wie Japan oder Australien.
    Die BRICS untereinander handeln zwischenzeitlich ebenfalls oft ohne Nutzung des Dollars. Andere Schwellenländer verfolgen ähnliche Strategien. Z.B. kauft die Türkei Öl vom Iran und bezahlt dafür mit Gold; auch der Warenverkehr zwischen Indien und Japan kommt inzwischen ohne Dollar aus. Die Emanzipation der Weltwirtschaft vom Dollar wird von vielen Ländern schon vorbereitet und geplant, wie man am Goldmarkt feststellen kann: Die Zentralbanken kaufen Gold wie nie zuvor, China kauft Rekordmengen, und Deutschland möchte seine Goldreserven wieder aus den USA zurückholen.
    Wer Geschichte nicht versteht, sieht keine großen Linien.

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