Höchststand
Rohstoff-Boom treibt kanadischen Dollar

Der kanadische Dollar hat seine Kursgewinne gegenüber dem US-Dollar in diesem Jahr kräftig ausgebaut. Mit bis zu 87 US-Cents liegt der Kurs zurzeit so hoch wie seit fast 14 Jahren nicht mehr.

OTTAWA. „Es war ein sehr gutes Jahr für den kanadischen Dollar. Die starken Fundamentaldaten der kanadischen Wirtschaft und die Rohstoffpreise sind die Grundlage für den Aufstieg“, sagt Carl Gomez, Analyst der TD Bank.

Vergangene Woche war der „Loonie“ vorübergehend auf 87,51 US-Cents geklettert, das war der höchste Stand seit Januar 1992. Anfang 2002 hatte der Kurs noch auf einem Allzeittief bei 62 US-Cents gelegen. Seither befindet sich der kanadische Dollar jedoch im Aufwind – auch, weil er den Ruf einer „Öl-Währung“ genießt. Der Ölreichtum, der vor allem in der Westprovinz Alberta im Ölsand zu finden ist, ist eine treibende Kraft für Wirtschaftswachstum, Dollar-Anstieg und auch für die Gewinne an der kanadischen Aktienbörse.

Besonders deutlich zeigt sich die Stärke des Loonie in diesem Jahr: Seit Ende 2004 gewann er rund 5,5 Prozent zum US-Dollar und ist damit die einzige Währung der G8-Industrieländer mit einem Plus gegenüber dem Greenback. Der Euro und der japanische Yen verloren etwa elf Prozent, das britische Pfund acht bis neun Prozent. Auch der Schweizer Franken büßte etwa elf Prozent ein.

Nach Ansicht von Andrew Pyle von Scotia Capital, dem Investmentzweig der Scotia-Bank, sind Kanadas Überschüsse im Bundeshaushalt und in der Leistungsbilanz einer der Gründe für die Verbesserung des Loonies, der jahrelang als Leichtgewicht angesehen wurde. „Kanada ist das einzige G8-Land mit Überschüssen in Haushalt und Leistungsbilanz", erklärt Pyle. Im dritten Quartal war das Plus in der Leistungsbilanz um 4,4 Mrd. auf 9,3 Mrd. Dollar gestiegen. Der Staatshaushalt wirft seit acht Jahren Überschüsse ab.

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