Höhere Fördermenge angekündigt
Saudischer Ölminister sorgt für Entspannung

Saudi-Arabien als weltgrößter Erdölexporteur Saudi-Arabien hat am Montag eine Erhöhung der Opec-Fördermengen um rund sechs Prozent in Aussicht gestellt und damit Befürchtungen am Markt vor einem Versorgungsengpass gedämpft.

HB LONDON. „Wir wollen die Preise nicht auf ein Niveau steigen sehen, auf dem sie sich negativ auf das Wachstum der Weltwirtschaft oder die Öl-Nachfrage auswirken“, sagte der saudiarabische Ölminister Ali el Naimi am Montag. Er schlug eine Erhöhung der täglichen Opec-Fördermenge um 1,5 Mill. auf insgesamt 25 Mill. Barrel vor. Kuwait unterstützte die Forderung. Bundeskanzler Gerhard Schröder bekräftigte in Berlin, der hohe Ölpreis bereite ihm Sorgen. Zahlreiche Volkswirte sehen in dem teuren Öl einen Risikofaktor für die Weltwirtschaft.

Der zuletzt rasant gestiegene Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) der Nordsee-Ölsorte Brent fiel nach den Äußerungen Naimis um 85 Cent auf 35,51 Dollar. Noch am Freitag war er mit über 37 Dollar auf den höchsten Stand seit September 1990 geklettert.

„Es ist offensichtlich, dass die Nachfrage - besonders in Asien - zugenommen hat und in der zweiten Hälfte dieses Jahres weiter zunehmen wird“, sagte Naimi. Eine Erhöhung der Fördermenge der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) sei unerlässlich, um Versorgung und Nachfrage weltweit auszugleichen. Norwegen als bedeutender unabhängiger Erdölexporteur und die Europäische Zentralbank (EZB) begrüßten die Äußerungen Naimis.

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