Höhere Produktion soll Preisanstieg stoppen
Ölminister fordern Opec zum Handeln auf

Angesichts des ungebremsten Höhenflug des Ölpreises haben die Ölminister der Vereinigten Arabischen Emirate die Opec aufgefordert, den Preisanstieg durch eine Erhöhung der Produktion abzukühlen.

HB ABU DHABI. Der Iran signalisierte, einen solchen Schritt nicht zu blockieren. Die Opec-Ölminister kommen am 3. Juni in Beirut zusammen, um über ihre Preis- und Förderpolitik zu beraten. Am Freitag war der Ölpreis in den USA zum erstmals seit 13 Jahren auf mehr als 40 Dollar je Barrel (1 Barrel = knapp 159 Liter) gestiegen. Die USA und andere Industrieländer befürchten, dass die hohen Ölpreise die Inflation anheizen und damit das Wirtschaftswachstum bremsen. Hohe Ölpreise seien für das Wirtschaftswachstum in den USA und weltweit „nicht hilfreich“, sagte US-Finanzminister John Snow.

VAE-Ölminister Obaid bin Saif el Nasseri sagte am Samstag in Abu Dhabi: „Die Ereignisse und die Preise sagen uns, dass die Opec etwas tun soll“. Nasseri wies allerdings darauf hin, dass die Opec bereits täglich zwei Mill. Barrel über der vereinbarten Fördergrenze von 23,5 Mill. Barrel je Tag (bpd) produziere.

Nach den Worten des iranischen Ölministers Bidschan Sanganeh haben die hohen Ölpreise nichts mit der Politik der Opec zu tun. Die Ursachen seien vielmehr die politischen Spannungen im Nahen Osten und Raffinerieprobleme in den USA. Der Iran werde sich dennoch beim Opec-Treffen im Juni nicht gegen eine Erhöhung der Produktion aussprechen. Sanganeh rechnet damit, dass der Ölpreis in den nächsten drei bis vier Monaten auch bei einer erweiterten Produktion auf dem derzeitigen hohen Niveau bleiben wird.

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