Hohe Lagerbestände
US-Ölpreis wird immer billiger

Deutlich gestiegene Lagerbestände in den USA sowie eine düstere Ölmarkt-Prognose der Internationalen Energieagentur haben die Ölpreise weiter zurückgeworfen. Allerdings bewegen sich die Preise mit unteschiedlicher Geschwindigkeit: Während sich amerikanisches WTI-Öl deutlich verbilligt hat, hält sich das europäische Brentöl noch vergleichsweise stabil.

HB DÜSSELDORF. Nach einem deutlichen Preisrutsch am Mittwochabend haben sich die Ölpreise am Donnerstag im asiatischen Handel kaum erholt. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im März kostete im frühen Handel rund 36 Dollar, der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg immerhin um rund 50 Cent auf 44,80 Dollar.

Am Mittwoch hatte der Ölpreis in den USA nach erneut robusten Zahlen zu den amerikanischen Öllagerbeständen kräftig um fast drei Dollar nachgegeben. Zudem seien die Investoren nach wie vor stark verunsichert wegen des nur in Grundzügen bekannten Rettungspakets für die US-Finanzbranche, sagten Händler. Seit Wochenbeginn gab der WTI-Preis um rund zehn Prozent nach. Ausschlaggebend sind auch die nach wie vor trüben Aussichten für die globale Konjunktur, was eine anhaltend schwache Ölnachfrage erwarten lässt.

Bei Brent fiel der Rückgang nicht annähernd so dramatisch aus, wodurch sich der ungewöhnliche Preisabstand zwischen den beiden Ölsorten weiter ausgedehnt hat. In der Regel liegt der Preis für ein Barrel WTI-Rohöl etwas höher als der für Brentöl.

"Wir haben eine düstere Nachfrage in den Vereinigten Staaten und überall auf der Welt", kommentierte Rohstoffanalyst Mike Zarembski von Optionsxpress. Die US-Rohöl-Lagerbestände waren um 4,7 Mio. Barrel gestiegen, von Reuters befragte Analysten hatten nur mit einem Plus von 3,1 Mio. Fass gerechnet.

Zudem senkte nach dem amerikanischen Amt für Energiestatistik (EIA) nun auch die internationale Energieagentur (IEA) ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage. Für 2009 erwartet die Agentur nun einen Rückgang des Tagesbedarfs um 1,1 Prozent auf 84,7 Mio. Barrel. Das sind 570 000 Fass weniger als noch im Januar erwartet. 2008 war die Ölnachfrage der IEA zufolge um 0,4 Prozent auf 85,7 Mio. Fass pro Tag gefallen.

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