Hohe Ölpreise
Energie-Agentur will bei Bedarf eingreifen

Während Frankreich, Großbritannien und die USA eine Freigabe von Öl erwägen, gibt die Energie-Agentur (IEA) sich jederzeit einsatzbereit. Die Lage gebe Anlass zur Sorge, der Trend werde nun beobachtet.
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ParisAngesichts der hohen Ölpreise hat die Internationale Energie-Agentur (IEA) am Donnerstag ihre Handlungsbereitschaft betont. Die Lage auf dem Ölmarkt habe sich in den vergangenen Monaten verschärft und gebe Anlass zur Sorge, erklärte die Agentur in Paris. Dort berieten Energieexperten aus 28 IEA-Mitgliedsstaaten über die jüngste Marktentwicklung. Aus Furcht vor Engpässen wegen der Sanktionen gegen das Opec-Land Iran war der Ölpreis kräftig gestiegen. Die hohen Preise könnten sich negativ auf die noch labile Weltwirtschaft auswirken, erklärte die IEA weiter. Der Trend werde nun beobachtet, bei Bedarf stehe die IEA zum Eingreifen bereit. Die Agentur koordiniert die Freigabe der Ölreserven im Fall erheblicher Versorgungsprobleme.

Die IEA-Mitglieder Frankreich, Großbritannien und die USA sondieren derzeit die Möglichkeit, mit der Freigabe von Ölreserven dem Preisauftrieb entgegenzuwirken. Die Bundesregierung hatte sich gegen ein Anzapfen der heimischen Ölreserven ausgesprochen: Ein solcher Schritt sei per Gesetz nur bei einem Lieferengpass möglich, nicht aber als Instrument zur Preisstabilisierung, hieß es in Berlin zur Begründung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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