Hoher Kurs entlastet Energiepreise
EZB drückt auf den Euro

Nach Äußerungen des Chefvolkswirts der Europäischen Zentralbank (EZB), Otmar Issing, ist der Euro am Freitag erstmals seit Ende Dezember 2003 wieder unter die Marke von 1,25 US-Dollar gefallen.

HB FRANKFURT/MANNHEIM. Am Vormittag fiel die europäische Gemeinschaftswährung bis auf 1,2494 Dollar. Ein Dollar war 0,8003 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag noch auf 1,2635 (Mittwoch: 1,2692) Dollar festgesetzt. In der laufenden Woche hat der Euro damit knapp rund vier US-Cent eingebüßt.

Die EZB ist Issing zufolge im Hinblick auf den starken Euro „beunruhigt“ und „nicht gleichgültig“. Mit den Aussagen von EZB-Chef Jean-Claude Trichet zu Wochenbeginn hatte der Euro seinen Höhenflug an der Schwelle zu 1,29 Dollar jäh gestoppt. Trichet hatte eine „scharfe Dollarabwertung“ als unwillkommen bezeichnet.

Der Euro verringere nach Meinung von Issing einerseits zwar die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Exportwirtschaft, dieser Effekt werde aber durch die stärkere Erholung der Weltwirtschaft kompensiert. Der Euro hatte Anfang dieser Woche ein neues Rekordhoch bei knapp unter 1,29 Dollar markiert.

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hatte sich zuletzt mehrfach besorgt über zu starke Kursausschläge an den Devisenmärkten geäußert und damit den Kursanstieg der Gemeinschaftswährung gedämpft. Der Euro notierte am Freitagvormittag bei rund 1,25 Dollar.

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