IEA-Bericht: USA könnten 2021 täglich fünf Millionen Barrel Öl mehr fördern

IEA-Bericht
USA könnten 2021 täglich fünf Millionen Barrel Öl mehr fördern

Noch treibt der niedrige Ölpreis amerikanische Fracking-Firmen aus dem Markt. Doch die Internationale Energieagentur sieht in ihrem neuesten Bericht einen Wendepunkt erreicht. Wie früher wird es aber trotzdem nicht.

London/DüsseldorfDie aktuelle Lage am nordamerikanischen Ölmarkt ist miserabel. Der Ölpreis-Verfall hat im vergangenen Jahr mehr als 40 Unternehmen in die Pleite getrieben. Nach dem jüngsten Bericht des Öldienstleisters Baker Hughes ist die Zahl neuer Förderstätten in der vergangenen Woche auf 413 und damit den niedrigsten Stand seit 2010 gefallen. Da überrascht es nicht, dass die tägliche Produktion abnimmt. Doch gerade als die Märkte weiter einzubrechen drohen, wartet die Internationale Energieagentur (IEA) mit einer Überraschung auf.

Zwar werde die US-Produktion 2016 im Schnitt um 600.000 Barrel (159 Liter) pro Tag fallen. 2017 betrage der Fall erneut 200.000 Barrel. Doch schon 2018, so steht es im jüngsten IEA-Bericht, werde die US-Produktion von Öl wieder zunehmen. In fünf Jahren werden die USA laut IEA 14,2 Millionen Barrel Öl täglich fördern. Im Moment pumpen die Amerikaner noch etwas weniger als 9,2 Millionen Fässern am Tag aus ihren Böden. Das entspricht ungefähr zehn Prozent des derzeitigen globalen Bedarfs.

Der Grund für die künftige Förderexplosion ist nach Angaben der Internationalen Energieagentur der wieder ansteigenden Ölpreis. Die aktuelle sinkende Förderung balanciere das weltweite Angebot und die Nachfrage wieder aus. Im nächsten Jahr, so schätzt die IEA, sei dieser Punkt erreicht. Die Konsequenz: Der Ölpreis werde dann wieder steigen. Und wenn er steigt, dann lohnt es sich für viele Fracking-Firmen wieder, ihre Hähne aufzudrehen. Vor allem in West Texas sehen die Öl-Experten Potenzial für erhebliche Produktionssteigerungen.

Aktuell sorgt die Baisse noch dafür, dass sich die Erkundung neuer Felder für viele Produzenten wirtschaftlich nicht lohnt. Sie kostet mehr als der aktuelle Preis am Markt wieder einbringt. Seit der Ölpreis im Juni 2014 begann einzubrechen, haben sich mehr als zwei Drittel seines Wertes verflüssigt. Aktuell kostet ein Fass der Nordseesorte Brent noch 34,29 Dollar. Im Juni 2014 waren es mehr als 114 Dollar.

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600.000 Barrel mehr aus dem Iran

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