IEA-Freigabe Auslöser
US-Benzinpreise um 9,4 Prozent abgesackt

Die US-Benzinpreise sind nach der Freigabe von 60 Millionen Barrel der strategischen Ölreserve durch die Internationale Energie-Agentur (IEA) am Freitag um 9,4 Prozent gefallen.

HB NEW YORK/HAMBURG. Nach einer turbulenten Woche auf den internationalen Ölmärkten mit heftigen Preisausschlägen wegen des Hurrikans „Katrina“ ist zum Wochenende eine leichte Beruhigung eingetreten. Ein Ende der angespannten Lage ist auch nach der teilweisen Freigabe der strategischen Ölreserven durch die Internationale Energie-Agentur (IEA) nicht in Sicht. In Deutschland hatten die Benzinpreise am Freitagabend wieder um zwei Cents nachgegeben, blieben aber nach vier Erhöhungen in einer Woche auf historischen Höhen. Superbenzin kostete im bundesweiten Durchschnitt an Markentankstellen etwa 1,44 Euro je Liter, Diesel rund 1,18 Euro.

Auch in den USA sanken der Öl- und Benzinpreis. Der Chef der IEA, Claude Mandil, befürchtet bei längerem Ausfall der US-Raffinerien eine globale Krise. Die Unterbrechung der US- Ölförderung im Golf von Mexiko könnte von der OPEC ausgeglichen werden. Dagegen fehlen die in Raffinerien hergestellten Ölprodukte wie Benzin. „Wenn die Krise die Ölprodukte betrifft, dann ist es eine weltweite Krise, sagte Mandil der „Welt“ (Samstagausgabe). „Keiner sollte denken, dass sich das nur auf die USA beschränken wird. Sie kaufen jetzt schon Benzin in Europa. Wenn die Raffinerien beschädigt sein sollten, wird sich das noch verstärken. Dann wird sich das sehr schnell zu einer globalen Krise ausweiten“.

Die US-Benzinpreise sind am Freitag um 9,4 Prozent gefallen. Rohöl verbilligte sich um 1,90 Dollar auf 67,57 Dollar je Barrel. Die USA beteiligen sich mit der Freigabe von 30 Millionen Barrel aus ihrer Reserve an der Aktion der 26 Mitgliedsländer der IEA. In den kommenden 30 Tagen sollen täglich zwei Millionen Barrel auf den Markt gebracht werden. „Ein großer Teil des Öls von außerhalb der USA wird in Form raffinierter Produkte geliefert“, betonte die US-Behörde.

„Ein großer Teil des Öls von außerhalb der USA wird in Form raffinierter Produkte geliefert“, erklärte die IEA. Dies ist angesichts der derzeitigen starken US-Benzinknappheit besonders wichtig. Die Benzinpreise waren in den USA in den Vortagen um 27 Prozent in die Höhe geschossen, weil der Sturm acht Raffinerien am Golf von Mexiko außer Gefecht gesetzt hatte. Die Versorgung anderer Landesteile über mehrere große Pipelines war zeitweise ganz unterbrochen.

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