Im Rausch Goldnachfrage auf Rekordhoch

Ob als Schmuck, Münze oder Goldbarren – nie war die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall größer. Der Goldpreis konnte davon 2013 nicht profitieren, weil Investoren Papiergold verschmähten. Was Experten für 2014 erwarten.
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Goldmünzen und Goldbarren sind beliebt wie nie. Die Nachfrage ist auf ein Rekordhoch gestiegen. Quelle: dpa

Goldmünzen und Goldbarren sind beliebt wie nie. Die Nachfrage ist auf ein Rekordhoch gestiegen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfAnleger hatten im vergangenen Jahr wenig Freude an ihren Gold-Investitionen. Gut 28 Prozent verlor der Preis für das gelbe Edelmetall 2013 an Wert. Es war der erste Jahresverlust seit 13 Jahren. Es waren vor allem Verkäufe von Papiergold, die den Preis unter Druck setzen. Denn die Nachfrage nach physischem Gold ist nach wie vor extrem hoch.

Das zeigen auch die aktuellen Zahlen des World Gold Councils: Im Jahr 2013 kauften Verbraucher auf der ganzen Welt Rekordmengen an Gold, die Nachfrage wuchs um 21 Prozent. Die Schmucknachfrage stieg im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf 2.209 Tonnen, während die Investitionen in Barren und Münzen um 28 Prozent auf 1.654 Tonnen anwuchsen. Dem stehen Abflüsse von 881 Tonnen aus börsengehandelten Fonds (Exchange Traded Funds, ETFs) gegenüber. Im Nettoergebnis lag die weltweite Goldnachfrage mit 3.756 Tonnen 15 Prozent unter dem Vorjahreswert.

„Die Zahlen sind keine große Überraschung“, sagt Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank. „Es ist erfreulich, dass die Schmucknachfrage vor allem in China so stark angestiegen ist und so einen Teil der schwindenden Investmentnachfrage abgefedert hat.“ Das hohe Interesse von ETF-Investoren hatte den Goldpreis in den vergangenen Jahren beflügelt, bevor sie im vergangenen Jahr einbrach.

China ist erstmals das Land mit der höchsten Nachfrage nach Gold und hat damit Indien nach vielen Jahrzehnten vom ersten Platz verdrängt. Ob als Schmuck, Münze oder Goldbarren - die Nachfrage nach Gold erreichte in China im vergangenen Jahr einen Rekord von 1065,8 Tonnen und damit 32 Prozent mehr als 2012, wie der Weltverband der größten Goldproduzenten in London mitteilte. Weitere 300 Tonnen Gold in der chinesischen Lieferkette seien vermutlich statistisch nicht erfasst worden, erklärte das World Gold Council weiter. So bewege sich die Nachfrage der Volksrepublik bei rund 1400 Tonnen.

In Indien wurden im vergangenen Jahr 974,8 Tonnen des gelben Edelmetalls nachgefragt. „China ist zum ersten Mal Nummer eins“, sagt Marcus Grubb, Geschäftsführer der Abteilung Investmentstrategie beim World Gold Council. Die Daten seiner Organisation reichten zwar nur rund 20 Jahre zurück, aber „Indien war immer der wichtigste Markt seit den 1950er-, 1960er-Jahren“.

Kursziel 1400 US-Dollar
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14 Kommentare zu "Im Rausch: Goldnachfrage auf Rekordhoch"

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  • @Republikaner

    Das deutsche Gold ist schon noch da, nur wo es gerade ist, das ist fraglich.

    Eine kolportierte Variante geht so:

    Der Fed hat massiv sein Gold verliehen, darunter auch wohl deutsches. Irgendwie müssen ja die vielen Gold-ETFs unterlegt werden, wenigstens auf dem Papier. Ausgelöst durch die Gold-Debatte in D hat der Fed doch Bedenken bekommen und begonnen sein verliehenes Gold wieder einzusammeln. Das würde die Preismanipulation seit April 2013 erklären, denn der Goldpreis mußte gedrückt werden, um die Kundschaft aus den ETF zu drängen und damit die Goldleihe zurückzufahren. Das erfolgte gegen den Markttrend für physisches Gold. Die Chinesen lachen sich dabei ins Fäustchen, denn sie konnten billigst alles Gold kaufen, das sie kriegen konnten.

    Klingt plausibel, aber Karl Valentin hat schon gesagt: 'Nix g'wiß weiß ma ned.'

  • Das Gold wird Deutschland nicht mehr sehen.


  • Gestriger Bericht zur russischen Geschäftswelt/Mafia/Raiders auf ARTE zeugt von globalisierten Veränderungen einschliesslich Verbindung zwischen Organisierte Kriminalitaet/Politik/Bankenwesen.

    Banken auch im Westen im Oligarchenmodus, Staaten im Kampf umd die Weltwährung, da setzen alle kriminelle Hebel und Massnahmen an.

    Das Recht des Einzelnen kommt wie in Rußland , je nach Gefahrenlage, leicht und sofort unter die Räder. Der Mittelstand zerfällt mittlerweile bei zahlreichen Industriestaaten. Muss das sein ?

    Ja, sie wollen es so, siehe IWF/EU Konzept-Papiere zu Zwangsmaßnahmen. Ob durchzupuschende geheime Freihandelsgesetze eine speziellen supergeheimen Appendix Finanzkrise beherbergen ?

    Die Vermutung liegt bei der derzeitigen Gemengenlage nahe.

  • Exzellent, Wirklich gut formuliert hvb100

  • @BudEkins Vor 2023 wird Schluss sein. Es kann aber auch schon nächsten Monat losgehen. Auslöser könnte eine Verkaufswelle bei US Treasuries sein, Lieferengpässe bei physischen Gold oder die Erkenntnis der Bürger, dass sich bei Inflationsraten von 4-8% die Ersparnisse und die Zahlungsversprechen der Sozialkassen in Luft auflösen. Es könnte aber auch sein, dass Italien oder Frankreich aus dem Euro-Währungsraum austreten oder die AfD in Deutschland den Boden für eine geordnete Auflösung des EURO bereitet.

  • Der Artikel sagt ja ungefähr folgendes. Alle kaufen Gold und die Nachfrage steigt. Die Chinesen, die Anleger in Form von Barren und Münzen, die Bürger in Form von Schmuck, angeblich sind sogar die Notenbanken auf der Käuferseite. Und der Preis ist in 2013 bei soviel Nachfrage gesunken. Klar, da geht alles mit rechten Dingen zu. So wie beim LIBOR, den Hypothekarzinsen und den Devisen. Der Goldmarkt ist überhaupt nicht manipuliert und das Drucken von tausenden von Milliarden Papiergeldes birgt keine Inflationsgefahr und die Wirtschaft brummt. Das sieht man ja in Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland, Niederlande, GB, Japan und den USA. Die Wahrheit ist: Die Bürger haben schon längst das Vertrauen in die Währungen verloren und tun das einzig richtige. Sie kaufen physisches Gold in Form von Münzen, Barren und Schmuck, um wenigstens einen Teil ihrer Ersparnisse zu retten. Die Bildung des Goldpreises an den Goldschaltern der Banken und den Münzhändlern wird bald die Londoner Preisfindung bestimmen bzw. diktieren, weil die Banken bald zu diesen Dumping Preisen das physische Gold einfach nicht mehr liefern können. Die Geldmengenausweitung der Japaner sind schon reine Verzweiflungstaten der Notenbanker. Aber es nützt alles nichts. Die Menschen verlieren das Vertrauen in sämtlicher Währungen - ein globale Phänomen. Und sie tun das einzig richtige. Raus aus dem Papiergeld und rein in physische Edelmetalle, solange es noch geht. Bei den ersten Lieferengpässen werden die Banken geschlossen und die Notstandsgesetzgebung tritt in Kraft. Sowohl in Asien, in den USA, als auch in Europa.

  • Solange die USA unser Gold nicht liefern können, muß man unterstellen, daß sie dieses Gold nicht mehr haben. Trotz eines heftig nach unten manipulierten Papier-Goldpreises. Auffallend auch, daß Degussa gelegentlich gängige Gold- und Silber-Münzen nicht liefern kann. Die USA neigen dazu Märkte auszuhebeln und zu manipulieren - bei den Rentenmärkten genau das gleiche Bild. Ein Hoch auf meine Golddublonen und matt glänzenden Silberbarren - der Rest ist absolut Schnurz und wertlos.
    Ach ja, bei den Goldmünzen ist natürlich auch die beliebte 20 DM Goldmark vertreten - und die hat weiß Gott schon viele Währungen gesehen!


  • Ich folge meinem Bauch und meiner Lebenserfahrung,
    nicht Hütchenspielern und klugen Sprüchen. Davon hatten wir seit 2007 schon genug.

    Wie lange soll denn die Euro-Rettung noch anhalten ?
    Oder die Konsum-Kreditgesellschaft auf Zeit in den USA ?

  • *lach*, das Problem ist nur:

    Diese Erwartungen sind alle schon im Preis enthalten. Wenn der Goldpreis tatsächlich weiter steigen sollte, sagen wir mal über 2500 US-$ in den nächsten zehn Jahren, deutet das auf nichts Gutes hin. Gold ist und bleibt eine Versicherung. Sein Preis korreliert kaum mit dem anderer Anlageklassen.

    Ich teile zwar die Ansicht "Nur Gold ist Geld" - aber von allen Anlageformen ist es wohl die am schwersten zu bewertende. Es gibt da keinen Weg zum Abzinsen. Vielleicht die Massanzugvariante? Oder man könnte den Goldpreis zu den Quadratmeterpreisen von erschlossenen Neubaugrundstücken in Verhältnis setzen? Oder zu M0? Tja...

    Als es 2000 hieß: "Die Allianz ist ein tolles Unternehmen, da musst Du die Aktien kaufen!"

    Da habe ich erwidert: "Mag ja sein, dass das ein tolles Unternehmen ist. Aber rechtfertigt das den Preis der Aktie?"

  • *lach*, das Problem ist nur:

    Diese Erwartungen sind alle schon im Preis enthalten. Wenn der Goldpreis tatsächlich weiter steigen sollte, sagen wir mal über 2500 US-$ in den nächsten zehn Jahren, deutet das auf nichts Gutes hin. Gold ist und bleibt eine Versicherung. Sein Preis korreliert kaum mit dem anderer Anlageklassen.

    Ich teile zwar die Ansicht "Nur Gold ist Geld" - aber von allen Anlageformen ist es wohl die am schwersten zu bewertende. Es gibt da keinen Weg zum Abzinsen. Vielleicht die Massanzugvariante? Oder man könnte den Goldpreis zu den Quadratmeterpreisen von erschlossenen Neubaugrundstücken in Verhältnis setzen? Oder zu M0? Tja...

    Als es 2000 hieß: "Die Allianz ist ein tolles Unternehmen, da musst Du die Aktien kaufen!"

    Da habe ich erwidert: "Mag ja sein, dass das ein tolles Unternehmen ist. Aber rechtfertigt das den Preis der Aktie?"

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