Impulsschwacher Handel Euro und Dollar stagnieren weitgehend

Wenig Veränderung: Der Devisenmarkt in Frankfurt, New York und an den Fernost-Standorten hat für keine größeren Ausschläge gesorgt. Die Händler warten auf US-Konjunkturdaten.
Update: 25.02.2014 - 11:14 Uhr Kommentieren
In Fernost begann der Handelstag für die europäische Gemeinschaftswährung schleppend. Quelle: dpa

In Fernost begann der Handelstag für die europäische Gemeinschaftswährung schleppend.

(Foto: dpa)

TokioDer Euro hat am Dienstag weiter über der Marke von 1,37 US-Dollar notiert. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,3740 Dollar und damit in etwa so viel wie am Montagabend. Ein Dollar war 0,7278 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagmittag auf 1,3735 (Freitag: 1,3707) Dollar festgelegt.

Anleger richten ihre Blicke am Dienstag vor allem auf neue Konjunkturdaten. In Europa werden Stimmungsindikatoren aus Frankreich und Italien erwartet. In den USA stehen Zahlen vom Häusermarkt und zur Verbraucherstimmung an. Bereits am Morgen war bekannt geworden, dass die deutsche Wirtschaft im Schlussquartal 2013 dank eines robusten Außenhandels moderat um 0,4 Prozent gewachsen ist.

Vor der Veröffentlichung des US-Verbrauchervertrauens am Nachmittag hat sich auch der Dollar am Dienstag kaum bewegt. Zur japanischen Landeswährung trat der Greenback mit 102,36 Yen ebenfalls auf der Stelle. Von Reuters befragte Analysten erwarten für Februar im Schnitt einen Rückgang des US-Verbrauchervertrauens auf 80,3 Punkte nach 80,7 Punkten im Januar. Derzeit seien die Investoren etwas ratlos, was die wirtschaftliche Entwicklung in den USA angehe, sagte Katsunori Kitakura von der Sumitomo Mitsui Trust Bank. „Sie wissen nicht, ob die zuletzt meist etwas schwächeren Daten wirklich nur auf die Kältewelle zurückzuführen sind.“

Von der Verfassung der US-Wirtschaft hängt ab, wie schnell die US-Notenbank ihre milliardenschweren Anleihenkäufe zurückfahren wird. Die Fed hat ihre Konjunkturspritzen seit Jahresanfang reduziert und kauft nun monatlich nur noch für 65 Milliarden Dollar Wertpapiere.

Mit Spannung erwarten Investoren den ersten Auftritt von Notenbankchefin Janet Yellen am Donnerstag vor dem Senat. Wie aus den Protokollen der letzten Fed-Zinssitzung unter Ben Bernankes Führung Ende Januar hervorgeht, dringen einige Notenbanker auf einen Automatismus beim Abbau der Hilfen.

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Der Euro hat wilde sechs Monate hinter sich. Während der Krise in Zypern musste die europäische Gemeinschaftswährung größere Verluste verkraften. Vom diesjährigen Höchststand bei 1,3711 Dollar hat sich der Euro ein ganzes Stück weit entfernt. Dennoch kann sich die Bilanz sehen lassen – auch weil die anderen Währungen der Welt noch mehr verloren haben. Wie der Euro gegenüber anderen Devisen dasteht und welche Währungen besonders stark abgewertet haben, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

Alle Kursangaben zeigen die Veränderung des Euro im Vergleich zu der jeweils anderen Währung in den vergangen sechs Monaten.

Dänische Kronen
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Krone (Dänemark)

Die Dänen hängen an ihrer Krone, haben ihren Wert jedoch an den des Euro gekoppelt. Das schützt die Dänen vor Währungsschwankungen und verhindert eine allzu starke Aufwertung, die den Aufschwung des Landes gefährden würde. Auf den nervösen Finanzmärkten gilt Dänemark – so wie die anderen skandinavischen Länder – als sichere Bank. Die Investoren nehmen auf der Suche nach solchen Anlagemöglichkeiten beim Kauf dänischer Anleihen sogar leichte Realverluste in Kauf. So bekommt der Euro-Verweigerer Dänemark bei seinen Anleiheauktionen häufig mehr geliehen, als er seinen Gläubigern am Ende inflationsbereinigt zurückzahlen muss.

Euro / Dänische Krone (sechs Monate): - 0,1 Prozent

Norwegen Kronen
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Krone (Norwegen)

Der Schweizer Franken ist längst nicht mehr der sichere Aufwertungskandidat, der er einst war. Dementsprechend suchen Investoren nach Alternativen. Sie werden bei der norwegischen Krone fündig. Das skandinavische Land ist fundamental gesehen ein Musterschüler. Es hat seit Jahren Haushaltsüberschüsse. Das liegt vor allem an den sprudelnden Einnahmen aus der Ölindustrie.

Euro / Norwegische Krone (sechs Monate): + 2,2 Prozent

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Franken (Schweiz)

Der Schweizer Franken gilt als eine der letzten harten Währungen der Welt, als sichere Reserve für Investoren. Das hat dem Franken zur Hochzeit der Finanz- und Schuldenkrise so viel Zulauf beschert, dass die Schweizer Unternehmen erhebliche Wettbewerbsnachteile erlitten und Touristen die Schweiz mieden. Der Schweizer Nationalbank (SNB) wurde es irgendwann zu viel. Sie versuchte die Rally erst mit Liquiditätsspritzen für die Märkte zu stoppen. Als das nicht funktionierte, koppelte sie die Landeswährung an den Euro. Sie werde keine Kurse unter 1,20 Franken je Euro zulassen, erklärte die SNB. Die Maßnahme war erfolgreich.

Euro / Franken (sechs Monate): + 4,5 Prozent

A stack of 100 Polish Zloty banknotes are counted at the national bank headquarters in Warsaw
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Zloty (Polen)

Polen gehört sein 2004 zur Europäischen Union. Den Euro allerdings hat das wirtschaftliche aufstrebende Land bislang nicht. Die Probleme der Euro-Krisenländer dürften die Vorbehalte der polnischen Bevölkerung gegenüber der Gemeinschaftswährung noch verstärken – und das ist entscheidend. Denn wenn es nach Ministerpräsident Donald Tusk geht, sollen die polnischen Bürger in einem Referendum über die Einführung entscheiden. Prognosen zeigen jedoch, dass die Mehrheit ihre Landeswährung, den Zloty, behalten will.

Euro / Zloty (sechs Monate): + 1,9 Prozent

Schwedische Krone
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Krone (Schweden)

Während viele europäische Staaten unter Schulden und schwachem Wachstum leiden, boomt die schwedische Wirtschaft. Allerdings sieht die EU-Kommission in den Nordländern Dänemark, Schweden und Finnland die Gefahr von Immobilienblasen aufziehen. Ein attraktiver Hafen für Anleger ist Schweden jedoch kaum, da der Anlageraum schlicht zu klein ist.

Euro / Schwedische Krone (sechs Monate): - 0,8 Prozent

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Rubel (Russland)

Die politischen Querelen in Russland sind immer wieder Thema in den demokratischen Staaten Europas. An den wirtschaftlichen Beziehungen änderte das in der Vergangenheit nichts, schließlich ist das Land einer der größten Öl- und Gasexporteure der Welt – und Europa, vor allem Deutschland, auf Lieferungen angewiesen. Allerdings stehen Russland in Zukunft große Herausforderungen bevor. Denn mittels der Fracking-Methode machen sich die USA und auch Europa immer unabhängiger von den Rohstofflieferungen. Außerdem wird das Gesamtangebot für Erdgas auf dem Weltmarkt steigen, was auf die Preise drücken dürfte. Russland muss nun versuchen sein Wachstum von Gas und Öl unabhängiger zu machen. Derzeit generieren Rohstoffe immerhin knapp 50 Prozent des jährlichen BIPs.

Euro / Rubel (sechs Monate): + 6,1 Prozent

Bereits im frühen Handel in Fernost hatte der Euro wenig verändert notiert. Die europäische Gemeinschaftswährung war für 1,3737 Dollar zu haben nach 1,3734 Dollar im späten Handel in New York. Dollar-Händler warteten auf weitere US-Konjunkturdaten, um mehr Klarheit über die Erholung der US-Wirtschaft zu erhalten, hieß es am Markt.

Zum Yen notierte der Dollar bei 102,53 Yen und der Euro bei 140,85 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,8887 Franken je Dollar und 1,2209 Franken je Euro gehandelt.

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