Inflationssorgen treiben Kurs des Edelmetalls mit an
Goldpreis springt auf 28-Jahres-Hoch

Der steile Kursanstieg des Euros hat am Donnerstag den Goldpreis mit nach oben gezogen. In der Spitze notierte das Edelmetall über 735 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Noch teurer war Gold zuletzt im Januar 1980, als es das Rekordhoch von 850 Dollar erreicht hatte.

DÜSSELDORF. Traditionell entwickeln sich die Kurse von Dollar und Gold entgegengesetzt. Mit einem schwächeren Dollar wird das Edelmetall für Investoren attraktiver. Unterstützt wird der Preisanstieg zudem durch den Preisrekord bei Öl. US-Leichtöl kostete zeitweise über 82 Dollar je Barrel (159 Liter). Hohe Ölpreise schüren Inflationssorgen; Gold wiederum gilt als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten und als Absicherungsinstrument gegen Inflation.

„Der Sprung des Euros über 1,40 Dollar hat dem Markt frische Impulse für einen neuerlichen Ausbruch nach oben gegeben“, sagte Tom Kendall, Metallexperte der Mitsubishi Corporation, der Nachrichtenagentur Reuters. Wolfgang Wrzesniok-Rossbach von der Heraeus GmbH führt den Anstieg auch auf das Interesse der Anleger an Gold zurück. „Zu allererst ist dabei das Kaufinteresse von längerfristig orientierten Investoren zu nennen“, kommentiert er den Preissprung. „Ihre Goldkäufe werden neuerdings aber begleitet auch von Nachfrage durch spekulativ orientierte Adressen.“ Diese Nachfrage dürfte die geringeren Rückkäufe durch Minen und die zuletzt rückläufige Nachfrage in Indien mehr als aufgewogen haben.

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