Internationaler Handel gewinnt an Bedeutung: Steinkohle-Import wächst

Internationaler Handel gewinnt an Bedeutung
Steinkohle-Import wächst

Importierte Steinkohle bietet im Kraftwerksbereich noch einen Preisvorteil im Vergleich zu den Konkurrenzenergien Erdgas und Öl. Dies stellte kürzlich der Verein der Kohlenimporteure (VDKI), Hamburg, heraus.

DÜSSELDORF. Der Verein erwartet, dass sich dieser Kostenvorsprung noch nachhaltig festigen wird. Damit würde auch die internationale Kesselkohlen-Nachfrage neu belebt.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2005 wurde beim seewärtigen Handel mit Steinkohlen eine verhaltene Steigerung von knapp drei Prozent verzeichnet. Laut VDKI waren dafür aber nur die höheren Kokskohlenlieferungen maßgeblich. Kurzfristig disponierte Kesselkohle verharrte demgegenüber fast auf dem Vorjahresniveau. Insgesamt sind die Kohlennotierungen im gerade abgelaufenen Jahr 2005 wieder unter Druck geraten. Im Vergleich zu Ende 2004 sanken beispielsweise die Spotnotierungen für südafrikanische Kraftwerkskohle um 20 Prozent.

Anlässlich der 25. Coaltrans-Konferenz in Paris prognostizierten die Teilnehmer, dass die globale Nachfrage nach dem fossilen Rohstoff Steinkohle auch im Jahr 2006 wieder stark wachsen wird. Der entscheidende Nachfrage- und Absatzschub wird insbesondere aus Ostasien und Nordamerika erwartet. Dagegen dürften sich die Kohlen-Handelsmengen in Europa kaum verändern. Die Mehrzahl der Experten in Paris zeigte sich davon überzeugt, dass die Sicherheit und ihre langfristige Verfügbarkeit die wohl größte Attraktivität von Steinkohle darstellen. Kohlenproduzenten veranschlagen allein die Reichweite der heute bereits bekannten Lagerstätten auf ein Minimum von 200 bis maximal 400 Jahren - und das bei stark steigender Kohlenverwendung.

Der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), Claude Mandil, machte darauf aufmerksam, dass in den Hochrechnungen seiner Organisation Steigerungsraten des Kohlenverbrauchs bis zum Jahr 2030 von wenigstens 50 Prozent als möglich erachtet würden. Der IEA-Chef stellte aber gleichfalls heraus, dass es aus Gründen der Klimaschutzvorsorge unerlässlich sei, das Wachstum der klimarelevanten Spurengase zu begrenzen. Daher müssten weitgehend emissionsfreie Kohlenkraftwerke in den nächsten 15 bis 20 Jahren entwickelt werden. Die öffentliche Hand müsse hierfür ein "fiskal wie regulativ" positives Umfeld schaffen, um die Innovationsprozesse in der Kohlenumwandlung zu beschleunigen.

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