Internationaler Währungsfonds
China schließt auf im Club der großen Währungen

Der IWF stellt den Renminbi gleich mit US-Dollar, Euro, Yen und britischem Pfund. Und eine Gruppe prominenter amerikanischen Geschäftsleute will dafür sorgen, dass man auch in den USA Geschäfte damit machen kann.

New YorkDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat offiziell die chinesische Währung in den Korb der so genannten Sonderziehungsrechte aufgenommen. Ab Anfang Oktober steht er damit international in einer Reihe mit US-Dollar, Euro, Yen und britischem Pfund.
Die Sonderziehungsrechte sind eine Verrechnungseinheit für die Vergabe der IWF-Kredite. Die Chinesen bekommen mit der Teilnahme an diesem Verfahren mehr Einfluss als bisher auf diese Institution.

IWF-Chefin Christine Lagarde sprach von einem „wichtigen Meilenstein bei der chinesischen Wirtschaft in das globale Finanzsystem“. Die Regierung in Peking hat ihre Währung zwar noch nicht frei konvertierbar gemacht, aber den Wechselkurs gegenüber dem Dollar doch immer flexibler angepasst.

In den USA bildet sich unterdessen eine Gruppe von Unternehmen und Geschäftsleuten, die ermöglichen will, dass mit der chinesischen Währung auch in den USA gehandelt werden kann. Anführer ist Michael Bloomberg, der Gründer des gleichnamigen Nachrichten- und Datenkonzerns, und zugleich ehemaliger Bürgermeister von New York. Er wird unterstützt von den ehemaligen Finanzministern Hank Paulson und Tim Geithner und von Mary Schapiro, der Ex-Chefin der US-Wertpapieraufsicht.

Mit von der Partie sind aber auch zahlreiche chinesische und amerikanische Großbanken. Bloomberg hat dazu eine klare Botschaft verbreitet: „Einen Mechanismus zum Handel der chinesischen Währung in den USA voranzubringen wird die Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Unternehmen verbessern und der Finanzbranche sowie der gesamten Wirtschaft der USA nützen.“

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