Internationaler Währungsfonds China schließt auf im Club der großen Währungen

Der IWF stellt den Renminbi gleich mit US-Dollar, Euro, Yen und britischem Pfund. Und eine Gruppe prominenter amerikanischen Geschäftsleute will dafür sorgen, dass man auch in den USA Geschäfte damit machen kann.

Chinas Yuan steigt zur fünften Reservewährung auf

Chinas Yuan steigt zur fünften Reservewährung auf

New YorkDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat offiziell die chinesische Währung in den Korb der so genannten Sonderziehungsrechte aufgenommen. Ab Anfang Oktober steht er damit international in einer Reihe mit US-Dollar, Euro, Yen und britischem Pfund.
Die Sonderziehungsrechte sind eine Verrechnungseinheit für die Vergabe der IWF-Kredite. Die Chinesen bekommen mit der Teilnahme an diesem Verfahren mehr Einfluss als bisher auf diese Institution.

IWF-Chefin Christine Lagarde sprach von einem „wichtigen Meilenstein bei der chinesischen Wirtschaft in das globale Finanzsystem“. Die Regierung in Peking hat ihre Währung zwar noch nicht frei konvertierbar gemacht, aber den Wechselkurs gegenüber dem Dollar doch immer flexibler angepasst.

Damit zahlt die Welt
Platz 10: Singapur Dollar
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Das asiatische Land gilt als einer der begehrtesten Finanzstandorte der Welt. Wenig Regulierung, viele Banken und die geografische Nähe zu China locken zahlreiche Investoren. Im Dezember 2014 wurden laut „Swift Watch“ 0,9 Prozent des globalen Zahlungsverkehrs in Singapur Dollar abgewickelt.

Platz 9: Hongkong Dollar
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Auf Hongkong treffen fast die gleichen Eigenschaften wie auf Singapur zu. Dementsprechend oft wurde mit der asiatischen Währung bezahlt. In Hongkong-Dollar wurden 1,3 Prozent des weltweiten Zahlungsverkehrs abgewickelt. Im Vorjahreszeitraum waren es etwa ein Prozent.

Platz 8: Schweizer Franken
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Die Schweizer Währung hat nach der Loslösung vom Euro-Kurs an Attraktivität verloren. Der Schweizer Franken wertete im Anschluss dramatisch auf. Im Dezember landete die Währung hinsichtlich des Zahlungsverkehrs mit 1,4 Prozent auf dem achten Platz. Ein Jahr zuvor wurden noch 1,8 Prozent der weltweiten Bezahlungen in Schweizer Franken abgewickelt, womit die Währung auf den sechsten Platz landete.

Platz 7: Australischer Dollar
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Australien hat eine funktionierende Wirtschaft. Zu verdanken hat das Land das vor allem dem nachhaltig starken Wachstum vieler asiatischer Länder. China gehört zu den Hauptgeschäftspartnern von Australien. Solange die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wächst, wächst auch Australiens Wirtschaft. Kein Wunder also, dass 1,8 Prozent der Bezahlungen auf diesem Planeten in Australischen Dollar getätigt werden.

Platz 6: Kanadischer Dollar
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Kanada zählt zu den größten Volkswirtschaften der Welt. Der Nachbarstaat der USA mischt daher auch im Bereich des Zahlungsverkehrs bei den Größten mit. 1,9 Prozent aller Zahlungen auf dieser Welt wurden mit Kanadischen Dollar realisiert.

Platz 5: Yuan
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Den größten Sprung im Dezember 2014 machte der chinesische Yuan. Von Platz 13 im Januar 2013 nahmen die Zahlungen so stark zu, dass der Yuan im Dezember 2014 auf den fünften Platz vorrückte. 2,2 Prozent der weltweiten Zahlungen wurden in Yuan abgewickelt.

Platz 4: Yen
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Noch gehört Japan zu den stärksten Volkswirtschaften der Welt. Doch die jahrzehntelange Deflation macht dem Land zu schaffen. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe versucht mit einer aggressiv expansiven Geldpolitik dies zu ändern. Allerdings sind die Erfolge allenfalls kurzfristiger Natur. Der japanische Yen war nichtsdestotrotz eines der beliebtesten Zahlungsmittel im Dezember 2014. 2,7 Prozent der Zahlungen wurden mit Yen-Banknoten getätigt.

In den USA bildet sich unterdessen eine Gruppe von Unternehmen und Geschäftsleuten, die ermöglichen will, dass mit der chinesischen Währung auch in den USA gehandelt werden kann. Anführer ist Michael Bloomberg, der Gründer des gleichnamigen Nachrichten- und Datenkonzerns, und zugleich ehemaliger Bürgermeister von New York. Er wird unterstützt von den ehemaligen Finanzministern Hank Paulson und Tim Geithner und von Mary Schapiro, der Ex-Chefin der US-Wertpapieraufsicht.

Mit von der Partie sind aber auch zahlreiche chinesische und amerikanische Großbanken. Bloomberg hat dazu eine klare Botschaft verbreitet: „Einen Mechanismus zum Handel der chinesischen Währung in den USA voranzubringen wird die Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Unternehmen verbessern und der Finanzbranche sowie der gesamten Wirtschaft der USA nützen.“

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