Investmentbank Goldman Sachs stellt Experten für Kryptowährungen ein

Bank-Chef Lloyd Blankfein will seine Kunden beim Handel mit Bitcoin und Co. unterstützen. Damit grenzt er sich klar von JP-Morgan-Chef Dimon ab.
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Der Chef von Goldman Sachs macht sich weiter Gedanken über das Geschäft mit Kryptowährungen. Quelle: Reuters
Lloyd Blankfein

Der Chef von Goldman Sachs macht sich weiter Gedanken über das Geschäft mit Kryptowährungen.

(Foto: Reuters)

New YorkLloyd Blankfein hat sich von Anfang an alle Türen offen gehalten. „Ich denke immer noch über Bitcoin nach“, twitterte der Goldman-Sachs-Chef im Oktober. „Wir sprechen uns weder dafür noch dagegen aus. Aber die Leute waren auch skeptisch, als Gold durch Papiergeld ersetzt wurde.“

Nun dringt die Investmentbank weiter in den Bereich der Kryptowährungen vor. Goldman hat den ersten Krypto-Experten eingestellt, wie eine Pressesprecherin bestätigte.

Justin Schmidt soll Möglichkeiten ausloten, wie das Wall-Street-Haus seine Kunden beim Handel von Bitcoin und Co. besser unterstützen kann. Der Finanzdienst Tearsheat hatte zuerst über die Einstellung berichtet.

Gerüchte, dass Goldman in den kommenden Monaten einen Handelsdesk für Kryptowährungen aufbauen könnte, gibt es seit einigen Monaten. Derzeit handelt die Bank nicht mit Cybergeld. Sie ermöglicht jedoch bestimmten Kunden, Bitcoin Futures über die Chicagoer Börse CME zu erwerben. Auch die britische Bank Barclays hatte zuletzt angekündigt, über einen Handelsdesk für Kryptowährungen nachzudenken.

Blankfein hat sich mit seiner offenen Haltung gegenüber Kryptowährungen von Jamie Dimon, dem Chef der größten US-Bank JP Morgan, abgesetzt. Dimon hatte Bitcoin im September als „Betrug“ abgestempelt – eine Aussage, die er später bereute.

Goldman bekommt regelmäßig Kundenanfragen zum Thema Kryptowährungen und ist derzeit dabei, alle Möglichkeiten auszuloten. Schmidt, der am renommierten Massachusetts Institute of Technologie studiert und unter anderem als Hedgefonds-Manager gearbeitet hat, soll selbst nicht mit virtuellen Währungen handeln, sondern lediglich Optionen erörtern.

Nach einer langen Flaute haben sich die Preise von Bitcoin und Co. zuletzt wieder etwas erholt. Der Bitcoin liegt jedoch immer noch mehr als 50 Prozent unter dem Allzeithoch von 20.000 Dollar, das Mitte Dezember erreicht wurde.

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