Investmentbank NBF erhöht Prognose
Goldpreis zieht kräftig an

Der Goldpreis setzt seine Rally fort: In der Spitze notierte das Edelmetall gestern über 824 Dollar und war damit so teuer wie zuletzt 1980. Allein in diesem Jahr hat der Goldpreis schon rund 29 Prozent zugelegt.

SEATTLE. Unterstützt wurde der gestrige Preissprung durch den weiter nachgebenden US-Dollar. Die amerikanische Währung litt unter der wachsenden Sorge über die US-Konjunktur und unter Zinsspekulationen. Davon profitierte neben Gold auch der Euro, der auf dem Rekordhoch von 1,4568 Dollar notierte.

Nach Einschätzung der kanadischen Investmentbank National Bank Financial (NBF) hat Gold noch weiteres Anstiegspotenzial. Die Feinunze Gold werde sich auf 900 Dollar verteuern, da Investoren das Edelmetall weiter als sicheren Hafen nutzen dürften. Darauf deuteten die Turbulenzen am Finanzmarkt ebenso hin wie die zu befürchtende Konjunkturdelle in den USA. Gold sei deshalb in den nächsten zwei Jahren ein gutes Investment, prognostiziert Volkswirt Marco Lettiero von NBF.

Zusätzlichen Schub für die Goldnachfrage bringe der steigende Wohlstand in Indien, dem weltgrößten Goldimporteur, sowie China. „In diesen Ländern rücken Millionen Menschen in die mittleren und oberen Einkommensschichten auf, sie haben großen Anteil an der weltweit wachsende Goldnachfrage“, so Lettieri. Nach einer Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird Indien im kommenden Jahr 8,4 Prozent mehr Gold einführen als 2007. Die Goldimporte Chinas werden laut Internationalem Währungsfonds um zehn Prozent anziehen.

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