Iran: Deckelung der Ölförderung reicht nicht

Iran
Deckelung der Ölförderung reicht nicht

Der Iran glaubt nicht, dass ein Einfrieren der Ölfördermenge ausreicht, um die Preise wieder in die Höhe zu treiben. Vielmehr müsse etwas für eine Senkung der Produktion getan werden.

Ankara/LondonEine Deckelung der Ölförderung wird nach Ansicht des Iran nicht ausreichen, um die Preise für den Rohstoff wieder in die Höhe zu treiben. Weltweit werde zu viel Öl produziert, weshalb ein Einfrieren der Menge nicht den gewünschten Effekt habe, sagten Insider aus der Ölbranche des Iran am Donnerstag. Es müsse vielmehr etwas dafür getan werden, um die Produktion zu senken, sagte eine der Personen. "Ein Einfrieren für solche Länder, die am Limit produzieren, hilft dem Markt nicht."

Am Dienstag hatten sich überraschend die Förderländer Saudi-Arabien, Russland, Katar und Venezuela im Kampf gegen den Ölpreisverfall darauf verständigt, die Produktion auf dem Januar-Niveau einzufrieren. Nach einem Treffen mit dem Irak, Venezuela und Katar hatte sich der Iran am Mittwoch zurückhaltend zu dem Abkommen geäußert. Das Land erklärte, alle Bemühungen der Opec und nicht Nicht-Opec-Staaten zu unterstützen, die den Markt und die Preise stabilisierten. Ob er sich an dem Abkommen beteiligt, ließ der Iran aber offen.

Eine weitere Person sagte, die Idee einer weltweiten Vereinbarung sollte weiter verfolgt werden. Zunächst müssten Länder wie Saudi-Arabien ihre Produktion drosseln und der Iran wieder auf dem Niveau von vor den Atom-Sanktionen sein. Das Land darf erst seit Januar wieder im großen Stil Öl ausführen. Das schürte am Markt zusätzliche Befürchtungen vor einem Überangebot, was den Preisverfall beschleunigte. Der Ölpreis ist in den letzten 18 Monaten um bis zu 75 Prozent eingebrochen. Am Donnerstag kostete ein Barrel (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent 35,18 Dollar und damit knapp zwei Prozent mehr.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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