Iran-Konflikt: Rohstoffpreise legen kräftig zu

Iran-Konflikt
Rohstoffpreise legen kräftig zu

Öl wird deutlich teurer, Gold ebenso und auch Industriemetalle sind wieder begehrt: Neben dem Konflikt am Golf befeuern Konjunkturdaten aus China die Preise.
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SingapurÖlpreise haben deutlich zugelegt und ihren höchsten Stand seit drei Tagen erreicht. Der Grund liegt Händlern zufolge in einer weiteren Zuspitzung des Konflikts zwischen Iran und den westlichen Industrieländern. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete im frühen Handel 112,13 US-Dollar. Das waren 79 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) zur Lieferung im Februar stieg um 1,69 Dollar auf 100,38 Dollar.

Nach wie vor treibt das verbale Säbelrasseln zwischen Iran und dem Westen die Preise für Rohöl. Frankreich hatte zuletzt die Initiative für ein Embargo forciert. Iran, der zweitgrößte Produzent der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), droht unterdessen weiter, die Straße von Hormus zu blockieren, einen wichtigen Transportweg für Rohöl aus dem persischen Golf.

Ermuntert von besser als erwartet ausgefallenen chinesischen Konjunkturdaten haben Anleger bei Metallen zugegriffen. Kupfer verteuerte sich um bis zu zwei Prozent auf ein Zweieinhalb-Monats-Hoch von 8230 Dollar je
Tonne. Gold notierte ein Prozent fester bei 1659,55 Dollar je Feinunze.

„Die chinesischen Daten sind eine gute Nachricht, da die Abkühlung nicht so stark ausgefallen ist wie von manchen befürchtet“, urteilte Yiping Huang, Chef-Volkswirt für asiatische Schwellenländer bei Barclays Capital. „Aber wir müssen weiter auf Risiken achten. Dazu gehören eine Rezession in Europa und die Korrektur des chinesischen Immobilienmarktes.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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