Iran und Nigeria im Blick: US-Ölpreis ist leicht gestiegen

Iran und Nigeria im Blick
US-Ölpreis ist leicht gestiegen

dpa-afx NEW YORK/LONDON. Der Ölpreis hat am Donnerstag nach einem deutlichen Rückgang am Vortag etwas zugelegt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI stieg um fünf Cent auf 65,90 Dollar. Am Vortag war der Ölpreis nach der Veröffentlichung der amerikanischen Rohöllagerbestände deutlich gefallen und unter die Marke von 66 Dollar gesunken. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um 34 Cent auf 64,57 Dollar.

Die Fundamentaldaten sprächen für weiter fallende Rohölpreise, sagten Händler. Die am Mittwoch in den USA veröffentlichten Rohöllagerbestände zeigten, dass der Markt gut versorgt sei. Zudem habe sich die geopolitische Lage im Hinblick auf Iran und Nigeria beruhigt.

Die Aufwärtsrisiken für den Rohölpreis bleiben hingegen nach Einschätzung der Dekabank höher als die Abwärtsrisiken. Das "explosive Gemisch" aus geopolitischen Gefahren und geringen freien Kapazitäten auf der Angebotsseite sind Analystin Sandra Ebner zufolge für diese Einschätzung verantwortlich. Eine Beruhigung der Lage könne aber immer wieder zu Preisrückgängen führen.

Energieminister Tagen

Die Lage am Ölmarkt habe sich nach den kräftigen Preisanstiegen der Vorwoche wieder etwas entspannt, da es keine weiteren schlechten Nachrichten gegeben habe, schreibt Ebner. Auch wenn noch keine Lösung im Atomstreit mit dem Iran erreicht worden sei, so sei der Nachrichtenfluss in den vergangenen Tagen aus dem Iran leicht abgeebbt und eine Eskalation vermieden worden. Geklärt sei die Lage aber noch lange nicht. Ausschlaggebend werde in diesem Zusammenhang auch die weitere Entwicklung der Lage in Nigeria und auch in Russland sein.

Die Energieminister der elf Opec-Staaten werden am kommenden Dienstag in Wien darüber beraten, ob die Förderquoten der Organisation angesichts der Versorgungslage auf dem Weltmarkt gesenkt werden können. Saudi-Arabien, größter Ölproduzent der Opec, hat sich bisher als einziges Opec-Land dafür ausgesprochen, die hohe Förderung von insgesamt knapp 30 Mill. Barrel täglich angesichts der jüngsten Preisentwicklung und der politischen Krisen um Irans Atompolitik und der Unruhen in Nigeria vorläufig beizubehalten.

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