Japan
Geplante Ausweitung der Geldflut drückt Yen

Japans Notenbank lockert ihre Geldpolitik deutlich. Es soll noch mehr Geld in Staatsanleihen und ETFs fließen, bis das Inflationsziel erreicht ist. Der Yen setzt seine Talfahrt fort.
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FrankfurtDie Aussicht auf eine weitere deutliche Lockerung der Geldpolitik in Japan hat die Landeswährung am Donnerstag geschwächt. Der Dollar stieg bis auf 94,49 Yen, nachdem er im Vortagesgeschäft noch bei 93,04 Yen notiert hatte. Die Bank of Japan hat nach ihrer zweitägigen Sitzung am Morgen angekündigt, das Programm zum Ankauf von Wertpapieren auszuweiten, um die Deflation stärker zu bekämpfen.

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hat seit seinem Amtsantritt Ende 2012 den Druck auf die Notenbank immer weiter erhöht, die Geldpolitik zu lockern und damit den Yen auf Talfahrt geschickt. Allein seit Jahresanfang hat die japanische Landeswährung fast neun Prozent an Wert verloren. „Die Notenbank hat geliefert, was die Märkte wollten“, sagte Teppeo Ino, Währungsanalyst bei der Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ.

Am Rentenmarkt ging die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen um sechs Basispunkte auf 0,490 Prozent zurück, den niedrigsten Stand seit Juni 2003.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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