Japan Yen erholt sich von 30-Monats-Tief

Die lockere Geldpolitik Japans hatte die eigene Währung auf Talfahrt geschickt. Außenminister Akira Amari hat nun vor negativen Folgen gewarnt. Anleger nehmen dies positiv auf und greifen beim Yen zu.
Update: 15.01.2013 - 09:21 Uhr Kommentieren
Die Ankündigung des gigantischen Konjunkturpakets Japans hatte den Yen auf Talfahrt geschickt. Nun erholt er sich leicht. Quelle: Reuters

Die Ankündigung des gigantischen Konjunkturpakets Japans hatte den Yen auf Talfahrt geschickt. Nun erholt er sich leicht.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDie Warnung des japanischen Außenministers Akira Amari vor einem zu schwachen Yen hat der Landeswährung am Dienstag etwas Luft verschafft. Der Dollar notierte zeitweise nur noch bei 88,61 Yen, nachdem er am Vortag noch ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch von 89,67 Yen erreicht hatte.

Amira hatte am Morgen erklärt, dass sich ein zu schwacher Yen wegen der damit verbundenen hohen Importpreise negativ auf den Lebensunterhalt der Bevölkerung auswirken könnte. Auch wenn dies ungeahnte Töne der neue Administration in Tokio seien, rechne er nicht mit einer wesentlichen Neudefinition des Regierungskurses, sagte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. Es handele sich lediglich um eine „Relativierung in einem aufgeheizten Marktumfeld“, schrieb er in einem Marktkommentar.

Der Yen wertet bereits seit Wochen stark zum Dollar ab, weil Anleger unter dem neuen Ministerpräsidenten Shinzo Abe eine deutliche Ausweitung der lockeren Geldpolitik in Japan befürchten. Seit Mitte November hat der Dollar bereits mehr als zwölf Prozent an Wert gewonnen.

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