Juni-Kontrakt für Erdöl notiert bei 41,85 Dollar
Neues Rekordhoch beim Ölpreis

Ein Ende der Hausse des schwarzen Goldes ist nicht in Sicht: Die Preise für Öl steigen im Handelsverlauf zu Wochenbeginn weiter an.

HB SINGAPUR. Der an der New Yorker Rohstoffbörse Nymex gehandelte Juni-Kontrakt für Erdöl hat im frühen Montagsgeschäft mit 41,85 Dollar ein Rekordhoch für die vergangenen 21 Jahre markiert. Aktuell wird der Future mit 41,78 USD gehandelt. An der Londoner International Petrolium Exchange legt der Juli-Brent-Kontrakt im Vergleich zum Schlusskurs vom Freitag gegen 13.11 Uhr MESZ um 0,19 Dollar auf 38,19 Dollar zu.

Händler verweisen zur Begründung des Anstiegs vor allem auf die Befürchtungen einer sich weiter verschlechternde Angebotslage angesichts der Unruhen im Nahen Osten. Bislang sei es dem Irak noch nicht gelungen, eine wichtige Pipeline zu den Terminals am Persischen Golf zu reparieren, was die Exporte des Landes seit dem 15. Mai um 30% schmälert. Auch die mittlerweile von einem saudischen Offiziellen zurückgewiesen Gerüchte über eine Schießerei zwischen Terroristen und der Polizei in Riad sorgten nach Angaben von Marktteilnehmern für Unruhe.

Auch wenn sich die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) am Rande des Energieforums in Amsterdam vom 22. bis 24. Mai zu einer Anhebung ihrer Förderobergrenze um 1,5 Mill. Barrel pro Tag entschließen sollte, bedeute dies nicht unbedingt, dass auch mehr Öl im Markt ankomme. Da die Überproduktion derzeit auf rund 2 Mill. Barrel je Tag geschätzt wird, würde die Erhöhung zunächst quasi eine Legalisierung der Überproduktion bedeuten. erklären Beobachter. 5 Dollar bis 6 Dollar des derzeitigen Preises seien eine “Angstprämie“ angesichts der wachsenden Probleme auf der Angebotsseite. Problematisch sei allerdings auch die weiterhin starke Nachfrage nach Öl aus den USA und China, bemerken sie.

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