Justizchaos um den Yukos-Konzern
Ölpreis erklimmt neue Rekordhöhen

Die Furcht vor Lieferengpässen hat den Ölpreis auch am Freitag auf Rekordhöhen getrieben. Auch im asiatischen Handel setzte das schwarze Gold seinen Höhenflug fort.

HB SINGAPUR. Der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) der führenden Nordsee-Sorte Brent kletterte nach Beginn des elektronischen Handels vorübergehend um 23 Cent auf 41,35 Dollar, den höchsten Stand seit Beginn des Terminkontrakt- Handels auf diese Sorte 1988. Die US-Ölsorte Light zur Lieferung im September verteuerte sich um 32 Cent auf 44,73 Dollar. Erst am Donnerstag hatten beide Ölpreise einen Rekordwert markiert. Der Schlusskurs im offiziellen Handel in New York hatte noch bei 44,41 Dollar gelegen. Insbesondere das Justizchaos um den russischen Ölkonzern Yukos laste auf dem Rohölpreis, sagten Händler.

Die russische Justiz hat mit der Widerrufung einer Anordnung zur Freigabe von Konten des angeschlagenen russischen Ölkonzerns Yukos den Ölpreis weiter nach oben getrieben. Am Mittwoch hatte eine Gerichtsvollzieherin dem Yukos-Konzern mitgeteilt, das dessen Konten für das operative Geschäft wieder freigegeben seien.

Als aktuellen Auslöser für den anhaltenden Ölpreis-Höhenflug hatten Händler die Entscheidung der russischen Behörden ausgemacht, die am Mittwoch angekündigte Freigabe der Konten des angeschlagenen Ölkonzerns Yukos zur Finanzierung seiner Exporte zu widerrufen. Zudem belastete ein Brand in einer Öl-Raffinerie in den USA am Freitag den Markt.

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