Kaffee und Zucker
Agrarrohstoffe auf Rekordjagd

Der schwache Dollar und Sorgen vor einer schwachen Ernte treiben die Preise von Zucker und Kaffee weiter nach oben. Der Süßstoff ist so teuer wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Kaffee steht kurz vor einem neuen 13-Jahreshoch.
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HB DÜSSELDORF. Der fallende Dollar und Spekulationen auf einen Angebotsengpass haben den Zuckerpreis am Donnerstag in die Höhe getrieben. Der März-Kontrakt auf Rohzucker stieg um bis zu 3,4 Prozent auf 31,19 US-Cent je Pfund und lag damit auf dem höchsten Stand seit Januar 1981.

Einige Börsianer sagten angesichts möglicher Ernte-Ausfälle beim weltweit größten Erzeuger Brasilien und der Verunsicherung über die indische Zucker-Ernte der Saison 2010/2011 einen Anstieg auf bis zu 40 Cent voraus. Andere bezeichneten den Markt als überkauft und warnten vor einer Korrektur. Im Fahrwasser des Rohzucker stiegen die Futures auf raffinierten Zucker um bis zu 2,5 Prozent auf ein Neun-Monats-Hoch von 766,60 Dollar je Tonne.

Eine schwache Ernte in Kolumbien und starke Regenfälle in den Anbaugebieten Vietnams haben auch die Preise für Kaffee der Sorgen Arabica und Robusta hoch gehalten. Der März-Kontrakt auf Arabica stieg um bis zu 1,4 Prozent auf 2,013 Dollar je Pfund und blieb damit in Reichweite seines 13-Jahres-Hochs von Ende Oktober.

Robusta blieb mit einem Plus von zwei Prozent auf 1971 Dollar je Tonne nur rund 20 Dollar unter dem Zwei-Jahres-Hoch von Anfang der Woche. Die Regenfälle in Vietnam verzögerten die dortige Ernte, gefährdeten diese aber nicht, sagten Händler. Analysten erwarten dennoch, dass bei Robusta in der Saison 2011/2012 die Nachfrage das Angebot zum dritten Mal übersteigen wird.

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