Kanadischer Dollar auf Höhenflug
Der „Loonie“ hängt den „Greenback“ ab

Der kanadische Dollar befindet sich auf einem Höhenflug und hat gegenüber der US-Währung den höchsten Stand seit 30 Jahren erreicht. Seit Jahresbeginn hat der kanadische „Loonie“ gegenüber dem US-Greenback etwa zehn Prozent zugelegt. Jetzt hat die Bank of Canada erstmals seit mehr als einem Jahr den Leitzins angehoben.

gbr OTTAWA. Die Notenbank hob den Tagesgeldsatz am gestrigen Dienstag um 25 Basispunkte auf 4,5 Prozent an. In ihrer begleitenden Stellungnahme ließ sie erkennen, dass eine weitere Anhebung der Zinsen notwendig sein könnte, um die Inflation auf den angestrebten Zielsatz von zwei Prozent zurückzubringen.

Der kanadische Dollar befindet sich auf einem Höhenflug und hat gegenüber der US-Währung den höchsten Stand seit 30 Jahren erreicht. Am Montag schloss der kanadische Dollar mit 95,27 US-Cents. Seit Jahresbeginn hat der kanadische „Loonie“ gegenüber dem US-Greenback etwa zehn Prozent zugelegt. Seinen Tiefstand hatte er im Februar 2002 mit etwa 62 US-Cents erreicht.

Die erste Zinserhöhung seit Mai 2006 war von Analysten erwartet worden. Insbesondere nach den Arbeitsmarktzahlen Ende vergangener Woche waren sich die Beobachter einig, dass eine Zinserhöhung bevorsteht. Die Arbeitslosenquote liegt seit fünf Monaten konstant bei 6,1 Prozent, dem niedrigsten Stand seit 30 Jahren. Die Bank of Canada geht in ihrer Stellungnahme zudem davon aus, dass das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr bei 2,5 Prozent und damit etwas höher als die noch im Frühjahr prognostizierten 2,2 Prozent sein werde. Dagegen wurde die Wachstumsprognose für die beiden Folgejahre etwas zurückgenommen. Die Inflationsrate liegt gegenwärtig ebenfalls bei 2,2 Prozent.

Die Notenbank verweist in ihrer Stellungnahme sowohl auf die Inflationsrate, die über dem Zielsatz der Bank liegt, als auch auf die private Nachfrage in Kanada, die stärker als erwartet sei. Als Risiken sieht sie den Kursanstieg des kanadischen Dollar und den schwachen Bausektor in den USA.

Allerdings war die Bank in ihrer Stellungnahme etwas weniger scharf als Analysten erwartet hatten. Douglas Porter von BMO Nesbitt Burns in Toronto geht davon aus, dass die Bank im September die Zinsen wahrscheinlich erneut um 0,25 Prozentpunkte anheben wird.

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