Kapitalflucht: Investoren wenden sich von der Türkei ab

Kapitalflucht
Investoren wenden sich von der Türkei ab

Ein Korruptionsskandal um Ministerpräsident Erdogan erschüttert die Türkei. Anleger reagieren besorgt und ziehen Kapital in großem Stil ab. Die türkische Lira gibt kräftig nach. Dabei droht Gefahr noch von anderer Seite.
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DüsseldorfDer Türkei droht das Ende eines jahrelangen Wirtschaftsbooms. Der Machtkampf in der Politik verschreckt internationale Investoren. Die Ratingagenturen sind alarmiert. Zudem trüben sich die konjunkturellen Perspektiven ein. Die türkische Lira verliert kräftig – in dieser Woche rutschte die Landeswährung gegen den US-Dollar auf den tiefsten aller Zeiten. Der US-Dollar stieg auf einen Rekordstand von 2,19 Lira.

Die Ratingagentur Fitch bleibt zwar vorerst bei der Bewertung der Kreditwürdigkeit mit „BBB-“, eine Stufe über Ramschniveau. Eine länger anhaltende Unsicherheit könne aber größeren Schaden anrichten. „Wenn der Korruptionsskandal andauert, könnte das die Regierung schwächen und ihre Fähigkeit untergraben, rechtzeitig politische Maßnahmen zu ergreifen, um die wirtschaftliche Stabilität aufrechtzuerhalten.“

Seit fast einem Monat wird die Türkei von einem massiven Korruptionsskandal um die Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan erschüttert. Der Politiker sieht sich schwerwiegenden Vorwürfen von Widersachern aus dem eigenen, religiös-konservativen Lager, aber auch aus der Justiz gegenüber.

Mitte Dezember waren überraschend Dutzende Geschäftsleute mit engen Beziehungen zur Regierung wegen Korruptionsverdachts festgenommen worden. Die Ermittlungen richten sich auch gegen die Söhne dreier Minister. Erdogan sah sich gezwungen, die Hälfte seiner Minister auszutauschen. Unter anderem geht es bei den Vorwürfen darum, ob die staatliche Halkbank gegen Zahlung von Schmiergeld dabei geholfen hat, mit Hilfe von Goldtransfers die internationalen Sanktionen gegen den Iran zu unterlaufen.


Das Misstrauen der Investoren wächst, erst Recht seitdem Erdogan zum Gegenschlag ausgeholt hat. In der Nacht zu Dienstag zog die türkische Regierung erneut rund 350 Polizisten in Ankara von ihren Posten ab und versetzte einige in die Verkehrsüberwachung. Darunter waren Ermittler, die organisierte Kriminalität, Finanzvergehen und Schmuggel aufklären sollen, sowie Angehörige der Anti-Terror-Einheiten.

Am Mittwoch teilte die Polizei mit, dass der stellvertretende Chef der Landespolizei sowie die Polizeipräsidenten in 15 Provinzen von ihren Aufgaben entbunden worden seien. Seit Bekanntwerden der Korruptionsermittlungen Ende vergangenen Jahres wurden bereits Hunderte Beamte entlassen oder versetzt. Der mit einer Kabinettsumbildung ins Amt gekommene Innenminister Efkan Ala arbeitet nach Medienberichten eine Art schwarze Liste ab.

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Türkei gerät in Teufelskreis

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  • es ist noch zeit für grundlegende reformen und aufgrund der TR realitaeten ist es natürlich sehr zaeh was momentane situation zeigt das wir noch mehr demokratie brauchen sei es .parteien,wahl und unbedingt auch imnunitaets gesetz auf einer modernen niveau sonst wird alles nur ein spiesruten lauf wie in der vergangenheit etliche male gehabt.

  • Ich denke, dass die sachliche Diskussion eine wichtige Grundlage ist um einen Konsens zu erzielen. Meinungen auszutauschen und die Sichtweite des einzelnen gegebenenfalls in Frage zu Stellen.

    Mit nachvollziehbaren Hinweisen am besten mit Quellenangaben. Jedoch, führt die Diskussion hier mal wieder am Thema vorbei.

    Die EU sowohl Politisch & Wirtschaftlich kann doch nicht die Grundlage jeder Meldung über die Türkei werden.

    Hoffe sehr das die radikalen Machenschaften egal aus welcher Ecke, Weltweit gesehen, bei der nächsten Sonneneruption verglühen ;-)

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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