Katalysatorenhersteller greifen verstärkt auf Palladium zu
Hoher Platinpreis lässt Hersteller umdenken

Der hohe Platinpreis lässt die Hersteller von Abgaskatalysatoren für Kraftfahrzeuge verstärkt zu Palladium greifen.

HB NEW YORK. Traditionell wird zur Produktion von Kats ein Mix von Metallen der Platingruppe verwendet, während der vergangenen vier bis fünf Jahre haben die Hersteller aber einen Weg gefunden, um Platin teilweise durch Palladium zu ersetzen. 2004 haben Unternehmen wie etwa die belgische Metallgruppe Umicore eine neue Technik eingeführt, durch die bei Katalysatoren für Dieselfahrzeuge bis zu 25% des Platins durch Palladium substituiert werden kann. Damals war dieses Metall 80% billiger als Platin.

Einer Untersuchung der CPM Group von 2006 zufolge ist mittlerweile der Haupteinsatzbereich von Palladium in der Herstellung von Auto-Kats zu finden. Gegenüber 2005 hat sich der Verbrauch des Edelmetalls in diesem Sektor um 7,4% auf 3,57 Millionen von 3,491 Millionen Unzen erhöht. Vor einem Jahrzehnt waren nur 1,8 Millionen Unzen Palladium in der Kat-Produktion zum Einsatz gekommen. Nach Feststellung von CPM Group versuchen einige Autoproduzenten so viel Palladium wie möglich zu verwenden.

Es sei dies nicht nur eine Frage des Preises, sondern auch der Motorentechnik. Allerdings ist auch der Palladiumpreis inzwischen stark gestiegen, wenngleich immer noch eine große Differenz zu Platin bleibt. An der New York Mercantile Exchange hat sich Palladium im Verlauf eines Jahres bis auf 409 Dollar je Unze verteuert, verglichen mit 180 Dollar im Mai 2005.

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