Kein Ende des Superzyklus
Spekulatives Kapital führt zu Rohstoff-Exzessen

Rohstoffe gewinnen als Anlageklasse an Bedeutung. Die Analysten der Citigroup glauben, dass allein der Zufluss spekulativ orientierter Anlagegelder in Rohstoffe im ersten Quartal 2008 um 20 Prozent auf 400 Mrd. Dollar gestiegen ist. Grund: Institutionelle Investoren sehen Rohstoffe als Absicherung gegen die stark steigende Inflation.

FRANKFURT. Am populärsten sind Investments in Rohstoffindizes, denn in die „einfachste und kostengünstigste Art des Rohstoffinvestments“ flossen im ersten Quartal rund 185 Mrd. Dollar.

Dieser breite Zufluss von Kapital – der spekulativ und nicht realwirtschaftlich orientiert ist – hat starke Exzesse ausgelöst und gerade die Preise „monetärer Rohstoffe“ wie Gold und Silber kräftig in die Höhe getrieben. Dass aus solchen Exzessen immense Risiken resultieren, erleben Anleger zurzeit, denn Gold und Silber sind von ihren zyklischen Hochs bei 1 030 bzw. bei 21,25 Dollar je Feinunze auf nur noch 863 bzw. 16,60 Dollar zurückgefallen. „Die Volatilität an den Rohstoffmärkten ist ein Monster“, sagt Brad Cole vom in Chicago ansässigen Hedge-Fonds Cole Partners.



Der Grund: Die Strategien einiger Investoren wie Hedge-Fonds und Rohstofffonds sind auf den raschen Erfolg ausgerichtet. Deren Gelder werden dann wieder aus Rohstoffen abgezogen, wenn entweder das zuvor gesteckte Preisziel erreicht ist oder andere Anlageklassen bessere Chancen bieten.

Da es sich bei Rohstoffen meist um relativ „enge“ und wenig liquide Märkte handelt, kann es – wie zuletzt gesehen – zu starken Preisabschlägen kommen. Ungeachtet dieser Korrekturen sehen Experten noch kein Ende des Superzyklus; denn zuletzt haben zahlreiche Finanzinvestoren angekündigt, ihre Engagements an den Rohstoffmärkten weiter aufstocken zu wollen.



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