Keine Förderkürzung
Ölpreis fällt nach Opec-Beschluss zurück

Die Opec lässt ihre Förderquoten unverändert und will lediglich sicherstellen, dass diese auch eingehalten werden. Die Ölpreise wirft dieser Beschluss vom Wochenende zurück. US-Öl kostete zum Wochenauftakt wieder weniger als 45 Dollar.

HB DÜSSELDORF. Der Ölpreis ist am Montag kräftig gefallen. Die in der Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) zusammengeschlossenen Öl-Förderländer hatten am Sonntag beschlossen, ihre derzeitigen Fördermengen beizubehalten. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der US-Sorte WTI kostete am Montagvormittag 44 Dollar, das sind gut zwei Dollar weniger als am Freitag. Ölhändler hatten eine leichte Kürzung der Fördermenge erwartet.

Allerdings will die Opec sicherstellen, dass die Überproduktion in einigen Mitgliedsländern eingestellt wird, wie auf einer Konferenz der Opec-Ölminister in Wien beschlossen wurde. Demnach bleibt es bei einer offiziellen Fördermenge von knapp 25 Mio. Barrel pro Tag. Allerdings hat es Tradition, dass manche der zwölf Opec-Länder die ihnen zustehende Förderquote überschreiten, um mehr Geld einzunehmen. Diese Disziplinlosigkeit will die Opec jetzt abstellen.

Vor der Entscheidung sprach der russische Vizeministerpräsident Igor Setschin mit den Ölministern. Russland - nach Saudi-Arabien der zweitgrößte Erdölproduzent der Welt - gehört der Opec nicht an, erwägt aber die Entsendung eines ständigen Beobachters. Der stellvertretende Regierungschef kündigte zugleich an, dass Russland seine Ölexporte drosseln werde.

Die Opec-Länder hatten in den vergangenen Monaten die Produktion bereits um 4,2 Mio. Barrel pro Tag zurückgenommen. Sie konnten aber den Ölpreis damit nicht wie gehofft in die Höhe zwingen, weil die Wirtschaftskrise die Nachfrage nach Energie gestoppt hatte. Der Preis für ein Barrel Rohöl (159 Liter) fiel vom Rekordwert 150 Dollar im Sommer vorigen Jahres auf zeitweise nur noch 35 Dollar.

Ende## AP/170,ti/ma

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